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McNichols Arena |
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Der Pepsi Center, jetzige Heimat der Avs
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Mit Beginn der Saison 1999/2000 zog die Colorado Avalanche aus der
McNichols Arena in den Pepsi Center, den ich jedoch noch nicht selbst besucht habe. Sollte
jemand, der schon dort gewesen ist, diese Seite lesen, wäre ich sehr froh über einen
Gastartikel! Die Besuchserfahrungen aus dem Artikel beziehen sich ausnahmslos auf die
derweil leerstehende Mc Nichols Arena. Mc Nichols Arena
Schon in ihrer ersten Saison in den Rocky Mountains, 1995-96, konnte die Colorado Avalanche die Bewohner des beliebtesten Tourismusbundesstaates im Wintersportsektor für den nordischen Sport begeistern. Die zuvor in Quebec City, Canada, beheimatete Mannschaft gewann gleich in ihrer ersten Saison in den USA den Stanley Cup im Finale gegen die ebenso überraschenden Florida Panthers mit 4:0, und erstmals hatte eine Profisportmannschaft aus dem Bundesstaate Colorado eine Meisterschaft gewonnen (dicht gefolgt von den Denver Broncos in 1998 und 1999). Der zweite Stanley-Cup der Vereinsgeschichte wurde dann in der Spielzeit 2000/2001 gewonnen, als die New Jersey Devils in sieben Spielen bezwungen wurden und Ray Bourque nach 22 Jahren in der NHL bei den Avs seinen ersten Stanley Cup gewann. Mehr als 600,000 begeisterte Fans feierten den Sieg der Avalanche nach dem ersten Cup-Gewinn in 1996, 2001 waren es noch ca. 250.000, die die Innenstadt unsicher machten. Seitdem die Avalanche in Denver beheimatet ist wurden fast alle Heimspiele ausverkauft, so daß bei den bisherigen etwa 250 Heimspielen in Denver erst zweimal nicht alle Karten an den Mann (oder die Frau, bedenkt man doch, daß 40% aller Fans in NHL-Stadien laut einer Statistik weiblich sind) gebracht wurden. Die McNichols Arena, ebenso Ex-Heimat der immer noch nie ausverkauften Denver Nuggets, war noch ein Stadion der älteren Generation. Spärliche Firmenboxen, eine dunkle, wenig einladende und viel zu kleine Lobby und die geringe Kapazität von 16,061 Plätzen waren die Charaktereigenschaften des Stadions. Auch auffallend war die Abwesenheit eines Videowürfels über dem Eis, was in der NHL wohl einigermaßen einmalig sein dürfte (und wahrscheinlich auch im amerikanischen College-Sport, die McNichols Arena war selbst während der vergangenen 5 Jahre stets ein Relikt vergangener Tage), dafür gab es an beiden Enden des Eises große Leinwände für Wiederholungen, eine zwar recht spartanische aber in Anbetracht des baldigen Umzuges in den Pepsi Center akzeptable Lösung. Um Eishockey auch weiterhin rentabel zu gestalten, wurde in Denver vor 2 Jahren der Bau einer neuen, modernen, Mehrzweckarena im Stile der Hallen aus Chicago oder Philadelphia beschlossen, so daß meine Beschreibung der Mc Nichols Arena für jetzige USA-Touristen eher historischen Wert haben dürfte. Beginnend mit der NHL-Saison 1999-2000 wurden bzw. werden die Heimspiele der Avalanche im neuen Pepsi Center ausgetragen, der neben zeitgemäßen VIP-Ebenen auch bis zu 20,000 Plätze bieten soll, so daß es eine gewisse Entspannung auf dem Kartenmarkt geben sollte. Auffallend ist jedoch auch schon heute, daß der Anteil an no-shows (verkauften Karten mit leeren Sitzen als Resultat) schon heute sehr hoch ist in Colorado. Da der Unterrang ziemlich fest in der Hand von verschiedensten Firmen ist, kann man bei einem normalem Spiel der Avs durchaus davon ausgehen, daß der Unterrang höchstens zu zwei Dritteln gefüllt ist, der Oberrang jedoch meistens bis auf den letzten Platz, da dort die "normalen" Fans Platz genommen haben.
Besuchertips: Wer im Winter seinen Skiurlaub in Colorado verbringt, sollte die Gelegenheit nutzen, auch einen kurzen Abstecher aus den Bergen ins Flachland zu machen und Denver den einen oder anderen Tag gönnen. Denver selbst ist zwar eine der weniger aufregenden US-Metropolen, lediglich die Fußgängerzone ist für US-Städte eher ungewöhnlich und der Theaterkomplex mit seinen diversen Bühnen recht einladend, dadurch aber lange noch nicht sonderlich interessant, aber wer sich für Eishockey interessiert, kann ja den Stadtbummel mit dem Spiel am Abend kombinieren und danach das Weite suchen. Das derzeitige Stadion der Avs liegt etwas am Stadtrand (Mc Nichols Arena, Lage des Pepsi Centers ist mir nicht bekannt), so daß man schon mit dem Auto unterwegs sein sollte. Über eventuelle öffentliche Transportmittel vom Stadtkern weiß ich nichts, was aber eher daran liegt, daß ich mit dem Auto in Denver war, und somit gar nicht erst in Versuchung kam, nach einem Bus-service zu suchen. Auch eine Taxifahrt aus der Innenstadt zur Arena sollte nur mäßig teuer werden (10 Dollar), da das Stadion nicht unendlich weit vom Zentrum entfernt liegt. Direkt am Stadion liegt auch das Stadion der Denver Broncos, die ihrerseits den Besuch des einen oder anderen recht interessanten football-Spieles ermöglichen könnten, wobei ich mir jedoch sicher bin, daß man ohne Raubmord kaum an Broncos-Karten kommt. Rings um beide Stadien finden sich natürlich ausreichend Parkmöglichkeiten, direkt am Stadion bezahlte man vor zwei Jahren beim meinem Besuch 8 Dollar, in den Zeiten der aktuellen Preisinflation beim Parken quer durch die NHL würde ich jedoch mit einem zweistelligem Bereich rechnen (ich erinnere mich nur mit Schrecken an Parkplätze für 20 Dollar in Washington, Autowäsche übrigens nicht eingeschlossen). Karten für die Avalanche sollte man in der Regel auch schon im voraus bestellen. Zwar ist die Kartensituation nicht ganz so extrem wie zum Beispiel bei den New York Rangers, aber eine frühzeitige Planung kann Probleme vor Ort verhindern, denn auf Karten an der Abendkasse braucht man nicht zu hoffen (auch nicht nach dem Umzug in den größeren Pepsi Center, denn in der Saison 1999/2000 wurde auch dort jedes Spiel ausverkauft). Karten gibt es am besten unter www.ticketmaster.com, wobei jedoch anzumerken ist, daß die Karten gemessen am Ligadurchschnitt relativ teuer sind.
Offizielle Homepage der Colorado Avalanche: www.coloradoavalanche.com
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