|
Bitte stimmen Sie ab: (leider keine Preise zu gewinnen...) 2+2+10,
die seit Nicht
jedes Wort Viel Spaß mit der jeden Dienstag neuen Ausnahme, das (stets
diskussions-
Vorherige Ausgaben von 2+2+10: 06.11.2001 |
|
||||||
|
1.Drittel: Es war wieder einmal Deutschland Cup Zeit und deshalb bin ich mir immer noch nicht schlüssig, ob ich jetzt mit der Nationalmannschaft, der DEL, oder doch lieber in Nordamerika beginnen soll. Nun gut, es wird ja oft gepredigt, dass es das Schönste für einen Sportler ist, für sein Land zu spielen, deshalb fange ich mal mit der DEB Auswahl an. Die USA, Canada und die Schweiz waren die Gegner der deutschen Mannschaft, die von ihrem Trainer natürlich einmal wieder den „Außenseiter“ Status angehaftet bekam. Genauso absehbar, wie ärgerlich, ist dieses penetrante Understatement. Einige mögen es Hans Zach vielleicht noch abkaufen, aber vielen geht das auch mittlerweile gewaltig auf den Sack. Vielleicht waren die anderen drei Teams tatsächlich etwas besser besetzt, aber ich wüsste nicht, dass Roenick, Tkachuk, Hull für die USA und Leute wie Thornton, Bertuzzi oder Sakic für Team Canada auflaufen sollten. Bei beiden Mannschaften handelte es sich um zusammengewürfelte Haufen, bei denen sich kaum jemand im Gegensatz zur Schweizer Nati und dem deutschen Team, für die kommende WM empfehlen musste / konnte. Hinzu kam natürlich im Fall der Zachschen Mannschaft noch der nicht zu unterschätzende Heimvorteil. Am Ende waren die Schweizer zwar tatsächlich die einzige Mannschaft, die dem DEB Team unterlag, aber das war nicht unbedingt so zu erwarten und reichte für Deutschland immerhin hinter dem amerikanischen Überraschungsteam zu einem 2. Platz Wenn man mal so die Entwicklung von Hans Zach in den letzten Jahren verfolgt hat, fällt einem aber doch auch die ein oder andere Veränderung auf. Zwar haben es einige seiner Vereinsspieler ( aktuelles Beispiel Furchner ) immer noch leichter in die Nationalmannschaft zu kommen und die Tatsache, dass Mirko Lüdemann es nicht nötig hat, bei weniger bedeutenden Turnieren aufzulaufen, ist auch etwas merkwürdig, während Jan Benda für den Deutschland Cup fast um die halbe Welt gereist ist, aber es gibt auch Positives. Die Nationalmannschaft ist für mich wie Erholung vom DEL Alltag sagte Zach sinngemäß. Zwar spuckt der Alpen Vulkan an der Bande ab und zu immer noch Lava, aber er wirkt dabei nicht mehr so häufig wie der geisteskranker Fanatiker früherer Tage. Er scheint etwas mehr innere Ruhe und Gelassenheit gefunden zu haben, wovon Leute wie Mathias Sammer ( um mal ein Beispiel aus dem Fußballbereich zu nehmen ) oder auch Michael Komma offensichtlich meilenweit entfernt sind. 2.Drittel: Gelassenheit und Ruhe gab es aufgrund des nicht zufriedenstellenden Saisonstarts bei den Adlern Mannheim natürlich nicht. Während viele mit einer Trainerentlassung rechneten, feuerte das in Deutschland dominierende Team der späten 90er Jahre allerdings zwei Akteure und beließ Bill Stewart im Amt. Warum dieser Schritt gemacht wurde und warum es gerade Ustorf und Racine traf, werden wir vielleicht nie erfahren. Gerüchte und Spekulationen gibt es viele, aber daran kann und will ich mich nicht beteiligen. Ich weiß nur, dass Ustorf kein Problem haben wird einen neuen Verein zu finden und die Mannheimer immer noch genug Potenzial besitzen, um eine gute Rolle in der DEL zu spielen. Ob sie es noch nach ganz oben schaffen, ist fraglich, aber wer hätte schon gedacht, dass dort zur Deutschland Cup Pause die Frankfurt Lions stehen würden ? Eigentlich sollten die sportlich abgestiegenen Hessen gar nicht mehr in der Liga sein, aber, Schwenningen und die DEL machen es möglich, die Lachnummer der letzten Jahren ist plötzlich zu einem Titelkandidaten geworden. Gleich dahinter lauern die Nürnberg Ice Tigers, die ebenfalls zu den positiven Überraschungen zählen und anschließend kommen mit den Hamburg Freezers und den Berliner Eisbären zwei absolute Topfavoriten. Als negative Überraschung der Saison haben sich mittlerweile die Krefelder von Köln und zuletzt auch von Düsseldorf, abgesetzt. Momentan würde der aktuelle Meister gegen die kaum wettbewerbsfähige Mannschaft aus Freiburg um den Abstieg spielen. Wahrlich eine verrückte Saison bisher. Die gibt es auch in Nordamerika: Dort blitzt es derzeit gewaltig. Beeindruckende 18 Punkte konnte Tampa Bay bisher holen und hat damit nur weniger als St.Louis, Boston und Vancouver, die allerdings bereits 2- 4 Spiele mehr absolviert haben, auf dem Konto. Neuzugang Corey Stillman ist es hervorragend gelungen, den Abgang von Vaclav Prospal zu kompensieren und neben ihm sorgen vor allem Vincent Lecavalier, Martin St.Louis, Brad Richards, Pavel Kubina und Dan Boyle dafür, dass Tore fallen. Die Abwehr präsentiert sich sehr solide und den Rest besorgt das bis dato starke Goalieduo Khabibulin – Grahame. Richtig in Torlaune war das Team aus Florida gestern, als es die Pittsburgh Penguins in Grund und Boden spielte und mit 9:0 vom Eis fegte. 3.Drittel: Abgesehen davon wirkt die Eastern momentan etwas stärker als Western Conference, was man so auch kaum erwarten konnte. Das liegt vor allem auch daran, dass die Spitzenteams aus Dallas und Detroit ihrer Ausnahmestellung noch nicht gerecht werden. Das gilt das zwar ebenfalls für Ottawa, aber ansonsten hat im Osten bisher nur Washington enttäuscht, wenn man mal davon ausgeht, dass man von Pittsburgh eigentlich einfach nicht mehr erwarten kann, als ein Platz deutlich jenseits der Playoff Ränge. Unglaublich ist, auf was für eine verrückte Saison Montreal Goalie Jose Theodore bisher zurückblicken darf. Zwölf Spiele machte er soweit, 6 Siege und 6 Niederlagen stehen in der Bilanz. Das ist weiter nichts Ungewöhnliches, aber bei vier der Pleiten kassierte er fünf und einmal sogar sechs Treffer, während er bei den sechs Erfolgen gerade zwei Tore hinnehmen musste. Im Endeffekt beschert ihm das einen sehr guten Gegentorschnitt, aber vor allem auch vier Shutouts. Das ist genau doppelt soviel, wie die anderen Goalies, die momentan auf Rang 2 in dieser Statistik rangieren, vorweisen können. A propos Montreal. Dort spielte letzte Saison der Pole Mariusz Czerkawski, der das Defensivspiel mit Sicherheit nicht erfunden hat, aber offensiv eigentlich immer Akzente setzen konnte. Bei den Habs kam er auf lächerliche 5 Tore in 43 Partien, jetzt hat er bei seinem alten und neuen Verein, den Islanders schon zehnmal getroffen, was ihm nach Ilya Kovalchuk ( 13 Tore ) den zweiten insgesamt zweiten Rang in der Torjägerliste einbringt. Ganz bestimmt nicht überragend, aber deutlich besser als in den letzten Jahren, zeigen sich die New York Rangers insgesamt. Ein wirkliches Lob gebührt aber vor allem Mark Messier, der mit seinen fast 43 Jahren schon wieder sechs Tore geschossen hat und sich keine Auszeiten a la Mario Lemieux nehmen will. Zudem ist der Kanadier mit nun 1851 Punkten auf Rang 2 der ewigen Scorerliste vorgestoßen. Aber
noch einmal zurück zu den Torhütern: Gleich vier Leute, die man überhaupt
nicht dort erwartet hat, sind statistisch ganz vorne. Beim
Gegentorschnitt führt Calgarys Jamie McLennan mit 1.7 und sorgt dafür,
dass seine Flames noch keinen allzu großen Rückstand auf einen
Playoff Platz haben. Dahinter haben mit Andrew Raycroft, Robert Esche
und der Schweizer Martin Gerber drei weitere designierte Backup
Goalies momentan gute Chancen Potvin, Hackett und den vor einem halben
Jahr noch alles überragenden Giguere auf Dauer zu verdrängen. Absolute Spitze: Frankfurt Lions, Eisbären Berlin, Nürnberg Ice Tigers, Hamburg Freezers, Tampa Bay Lightning , Ilya Kovalchuk, Mariusz Czerkawski, Mark Messier, Backup Goalies. Schlechte Witze: Krefeld Pinguine, Mannheim Adler, Washington Capitals, Pittsburgh Penguins, Ottawa Senators, Dallas Stars, Detroit Red Wings, Anaheim Mighty Ducks.
|