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NÄCHSTE AUSGABE AM DONNERSTAG, ERSTER MAI 2003!!! Glückwunsch nach Krefeld ! Ebenfalls bemerkenswert ist, wen der neue Meister auf dem Weg zum Titel aus dem Weg geräumt hat. Im Viertelfinale war es mit der DEG der Vorrundendritte, Im Halbfinale das zuvor unbestritten beste DEL Team, das in Berlin beheimatet ist und letztendlich wurde dann auch noch der Titelverteidiger und Vorrundenzweite geschlagen. Kann eine Mannschaft mehr leisten, um Meister zu werden ? Wohl kaum. Dabei hätten die Pinguine den Titel fast noch völlig unnötig verschenkt. Mit 2:0 führten sie, ehe sie in Köln die Chancen hatten, Meister zu werden. Sie nutzten ihre Möglichkeiten nicht und verloren knapp, aber verdient. Dann aber kam das ominöse Spiel 4, bei dem die Haie zwar nicht unverdient siegten, da ihnen ja auch ein klares Tor verwehrt wurde, dennoch hätten die Pinguine hier schon alles klar machen müssen. Souverän mit 2:0 führten sie, hatten Chancen zu einem dritten Treffer, nach dem die Kölner mit Sicherheit nicht mehr zurückgekommen wären, aber dann taten sie einfach zu wenig für die Offensive. Sie hatten lange Zeit hinten alles im Griff und in einigen Gesichtern auf der Bank der Haie war schon ein wenig Verzweiflung zu erkennen. Während Krefeld vorne die Angriffe nicht mehr konsequent und entschlossen genug zuende spielte, reichte den Haien ein Fehler des Gegners, um plötzlich doch auf 2:1 zu verkürzen. Später glich Hicks aus und Lüdemann besorgte Spiel 5. "Wer uns schlagen will, muss uns schon erschießen", sagte Zach nach der Partie. Genau das taten Günther Oswald, Christoph Brandner und Steffen Ziesche dann aber auch am Montag Nachmittag. Für Hans Zach platzte damit die große Chance nach zehn Jahren wieder Meister zu werden und es wurmte ihn wie vielleicht keinen anderen. Das würde er niemals zugeben, aber es war ihm deutlich anzumerken. Ein Premiere Reporter gab ihm die Chance vor laufenden Kameras den Krefeldern zu gratulieren, aber Zach machte den erst einmal zur Sau, ehe er eine halbe Minute später dann doch den KEV als verdienten Meister beglückwünschte. „Das müssen sie mir nicht sagen, wem ich zu gratulieren habe, das weiß ich schon selbst...“ war wieder einmal ein typischer Zach – Kommentar. Unwissende und schlecht vorbereitete Journalisten auflaufen zu lassen, ist etwas, was ich durchaus für richtig halte, aber das war wieder einmal unnötig. Der absolute Lacher war aber folgende Aussage: „Ich bin immer ruhig und gefasst.“ Ich bin kein Psychologe, aber so etwas könnte man vielleicht Realitätsverlust durch Auto Suggestion ( oder in der Art ) nennen. Wer sich lange genug etwas einredet, glaubt es früher oder später auch, selbst wenn es definitiv nicht der Wahrheit entspricht. Erinnert mich irgendwie an die Aussagen von Christoph Daum, die : „Ich habe ein absolut reines Gewissen“ und „Ich habe nie Drogen genommen“ oder so ähnlich lauteten. Nicht das ich ihm Drogenkonsum verwerfen will, aber mitunter hat man den Eindruck, das Ganze würde für ihn etwas zu viel werden. Dafür spricht auch, wie er immer wieder seine eigenen Stärken herausstellt. Wer Eishockey so lebt und neben einem Clubteam auch noch die Nationalmannschaft coacht, kann mir auch nicht erzählen, dass die vergangenen Monate und Jahre keine Kraft und Substanz gekostet haben. Vielleicht ist es für ihn doch an der Zeit, sich einer Aufgabe zu widmen und öfter zum Angeln zu fahren. 2.Drittel: Während man in Krefeld noch feiert, kann man sich langsam die Frage stellen, warum der sechste Platz nach der Vorrunde schon wieder die richtige Ausgangsposition war, um Meister zu werden. A propos Frage stellen: Gerhard Müller sollte sich nach Montag Nachmittag wirklich ganz ernsthaft einmal fragen, ob er weiterhin Eishockeyspiele leiten sollte. Mehr will ich dazu gar nicht schreiben. Wer es gesehen hat, weiß wieso... Langsam aber sicher nähert sich die Eishockey Saison dem Ende, aber ein weiterer Höhepunkt ist mit den NHL Playoffs noch voll im Gange, während noch einer am Wochenende beginnt: Die Eishockey WM. So eine WM findet jedes Jahr statt und vielleicht deshalb ist der Ausgang immer unberechenbar. „Eine Eishockey WM ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt“ wäre ein passender Satz von Film Nervensäge Forrest Gump in etwas abgewandelter Form. Schon ein Jahr später hat man die Möglichkeit eine Pleite auszumerzen, was vielleicht das letzte Engagement bei vielen vermissen lässt, aber andererseits auch Überraschungen den Weg ebnet. Letztes Jahr siegte die Slowakei, was letztendlich alles andere als verwunderlich war, wenn man den Kader sah, der da zu den entscheidenden Partien aufgeboten wurde. Palffy, Satan und Co. machten für ihr kleines Land einen Traum wahr, der aber wohl nicht möglich gewesen wäre, wenn beispielsweise alle verfügbaren Topspieler Canadas und Co zugesagt hätten. Da noch zu viele Akteure nachnominiert werden, macht es leider immer noch keinen allzu großen Sinn, eine Einschätzung für die WM 2003 zu wagen. Vom Talent her dürfte sicherlich keine Mannschaft an Team Canada herankommen. Brewer, Marleau, Carter, Smyth usw, dazu mit Roberto Luongo und Sean Burke zwei der zehn besten Goalies der Welt. Das garantiert aber im Endeffekt trotzdem auch noch nicht einmal die Bronze Medaille. Im Tor könnte bei der deutschen Mannschaft das Problem liegen, sollte auch noch Robert Müller absagen müssen, aber dennoch rechne ich mit einer Viertelfinalteilnahme, die ich auch diesmal wieder der Schweiz zutraue. Dazu aber nächste Woche mehr, wenn endlich feststeht, welche Spieler nun auch wirklich teilnehmen und ich ein paar Partien sehen konnte. In der NHL ist mittlerweile die erste Playoff Runde beendet. Die Anaheim Mighty Ducks haben es wirklich geschafft, die Detroit Red Wings in nur vier Spielen hinaus zu werfen und damit die erste große Überraschung perfekt gemacht. Wieder einmal bewies Curtis Joseph, dass er kein Top Torhüter ist. Jean Sebastien Giguere war auf der anderen Seite brillant, aber diese Serie wurde natürlich nicht nur durch die Torhüter entschieden. Nur ein Treffer von Shanahan, keiner von Hull, Datsyuk war auch nicht annähernd so stark, wie in der regulären Saison usw. Für eine Überraschung sorgte Tampa Bay, dass nach 0:2 Rückstand noch die Washington Capitals 4:2 besiegte. Von Jaromir Jagr war in den Spielen 3 – 6 nicht mehr viel zu sehen, während Vincent Lecavalier und Martin St.Louis aufdrehten. Bleiben die beiden so heiß, wird auch New Jersey das ein oder andere Problem haben, aber im Endeffekt werden die Devils ins Conference Finale einziehen. Gleiches gilt im Westen auch für die Dallas Stars, die vor den „Enten“ mehr als gewarnt sein dürften. Eine zweite kleine Sensation wird Anaheim nicht gelingen, außer Giguere... Alles Weitere wie
Prognosen für die NHL-Playoffs und eine Auswertung unserer Tipps nun
durch den Webmaster im 3.Drittel:
Minnesota überraschte
die gesamte Eishockeywelt mit einem fulminanten 4:3 Sieg gegen die als
Titelfavoriten eingeschätzte Colorado Avalanche und die Vancouver
Canucks schienen nach einem 1:3 Rückstand in ihrer Serie gegen die
St. Louis Blues so gut wie klinisch tot. Jetzt treffen in Runde zwei
beide Mannschaften aufeinander und versprechen eine unheimlich
dramatische Viertelfinalpaarung. Zusammen sind sie seit sechs Spielen
ungeschlagen, an Selbstvertrauen dürfet es nach einem Weiterkommen
trotz 1:3 Rückstand bei keiner der beiden Mannschaften fehlen und
Giguere im Tor der Mighty Ducks lässt Erinnerungen an Dominik Hasek
wach werden. Der Sturm der Canucks produziert seit drei Spielen auf
Hochtouren bzw. zumindest drei Mal so viel wie in den ersten vier
Spielen der Serie . Prinzipiell würde ich zwar lieber eine Serie
zwischen den Avs und den Blues in der zweiten Runde sehen, da aber
keine der beiden Mannschaften eine Serie trotz 3:1 Führung für sich
entscheiden konnte, werde ich mich den sportlichen Resultaten fügen.
Ich glaube allerdings, dass die unglaubliche Saison der Wilden aus Minnesota
gegen Vancouver in sechs Spielen ein Ende finden wird und es
eben diesen Canucks erstmals seit 1994 gelingen könnte, in das Finale
der Western Conference einzuziehen. Im Osten treffen die
an zwei gesetzten New Jersey Devils auf die Tampa Bay Lighting, die in
der ersten Runde viel Selbstvertrauen beim 4:2 gegen die Washington
Capitals tanken durften. 0:2 lag Tampa Bay schon nach den ersten
beiden Heimspielen zurück bevor sich die Serie in Washington drehte
und die Mannschaft aus Florida vier Spiele am Stück gewinnen konnte.
Geradezu symptomatisch für die regelmäßigen Playoffversager aus der
amerikanischen Hauptstadt war in dieser Serie das Jaromir Jagr vor
Spiel 3 erklärte, dass die Playoffs die Zeit wären, zu der er seinen
Wert für die Caps endlich beweisen müsste. Schließlich verdient er
über zehn Millionen Dollar pro Jahr. Er stellte an sich selbst den
Anspruch, der beiden Caps lange
vermisste „Game-Breaker“ in den diesjährigen Playoffs zu sein.
Die Rolle erfüllte er auch gleich bestens als er prompt im dritten
Spiel in der Verlängerung auf die Strafbank wanderte und maßgeblich
den Ausgang des Spiels beeinflusste, da Tampa Bay in Überzahl den
Siegtreffer erzielen konnte. Nach Abschluss der Serie war vom
frustrierten Teambesitzer der Caps zu vernehmen, dass er sich überlegen
müsste, ob die Caps bei den derzeitigen Gehaltskosten ihrer
Superstars ein sinnvolles Investment darstellen, was sicherlich
indirekt an Jagrs Adresse ging, der lediglich zwei Tore erzielen
konnte. Jetzt muss Tampa Bay aber gegen die wesentlich
playofferprobtere Defensivmaschinerie New Jerseys bestehen, was ich
mir eigentlich nicht vorstellen kann. Boston konnte bei den vier
Siegen New Jerseys gerade einmal drei Tore erzielen. Es gab zwar noch
ein unbedeutendes 5:1 für Boston im vierten Spiel, aber ich denke
einmal, dass das Management der Devils diese instruierte, noch ein
weiteres Heimspiel herauszuschinden. In Anbetracht der ungemeinen
Motivation Tampa Bays wird New Jersey sechs
Spiele brauchen, um in das Finale der Eastern Conference
einzuziehen, zumindest falls Nikolai Khabibulin im Tor Tampa Bays
einigermaßen zu seiner All-Star-Form zurückfindet, was gegen
Washington wirklich nicht der Fall war. Gelingt es ihm, dürfen wir
uns mit Martin Brodeur und ihm zusammen auf viele Verlängerungen
freuen. Mit dem historisch betrachtet unattraktiven Playoffgegner aus
Florida und dem meist wenig attraktiven Eishockey der Devils wird man
in New Jersey zudem teaminterne Negativrekorde bei den Zuschauerzahlen
aufstellen. Schon gegen Boston konnte keines der drei Heimspiele
ausverkauft werden. Eventuell sollte man Kombitickets für
Playoffspiele der Devils und Nets verkaufen, die in der NBA ebenfalls
ziemlich gut sind und auch keine Sau interessieren. Vielleicht kommen
im Finale mal ein paar Zuschauer mehr… Auch treffen die Philadelphia Flyers, die sich nach sechs engen Spielen im siebten Spiel mit einem deutlichen 6:1 für die nächste Runde qualifizieren konnten, auf die Ottawa Senators, die nach einer anfänglichen Schrecksekunde beim 0:3 im ersten Spiel gegen die New York Islanders doch eher leichtes Spiel hatten und sich Spiel 6 und 7 der Flyers bzw. Leafs gemütlich mit einer Dose Chips in der Hand vor dem Fernseher angucken konnten. Zwar ist Ottawa als Versagermannschaft in den Playoffs bekannt, betrachtet man die nächste Runde jedoch historisch, fällt einem gleich die Serie zwischen den Flyers und Senators im letzten Jahr ein. Keine gute Idee, falls man Fan der Flyers ist, denn: falls ich mich nicht täusche, konnten die Flyers in der mit 1:4 verlorenen Serie gerade einmal 5 oder 6 Tore erzielen, schmissen am Ende der Saison wie immer den Trainer heraus und wirkten nach der Serie ähnlich selbstbewusst wie ich mir George Bush bei einem Buchstabierwettbewerb vorstellen würde. Gestern ist aber blabla, heute ist spielfrei und am Wochenende werden die Flyers damit beginnen, Ottawa in sechs Spielen in den Sommer zu schicken.
Overtime (NHL-Playoffprognosen Gerhard Zwirschitz, Herausgeber sportfans24.net:) Anaheim - Tampa Bay im Finale? Durchaus möglich nach diesen Leistungen, es sind die spannendsten Play-Offs seit Jahren wieder. Ottawa
- Philadelphia: Viele werden sich fragen, wieso Philadelphia
mit seiner ständigen Auf-und Abformkurve überhaupt im
Viertelfinale steht und was sie dort suchen. So unverdient ist dies
aber nicht, und alle Philadelphiakritiker können beruhigt werden,
denn ich persönlich glaube nicht, dass sie die Ottawa Senators
bezwingen. In 5 Spielen wird die Sache für
die Kanadier klar gelaufen sein, welche noch wesentlich mehr
Energie haben als die Flyers nach ihren 7 Partien gegen die Maple
Leafs. Außerdem spielen viele Altstars in diesem Team und nach den
Pleiten von Detroit und Colorado, wo auch einige Altstars spielen,
darf man annehmen, dass Erfahrung alleine nicht ausreichen wird, um
eine junge, wilde Truppe zu bezwingen. Denn in Hossa, Alfredsson,
Redden, Chara und ko steckt noch viel mehr Potential, sodass die
Flyers einfach keine Hürde sein dürfen und werden. Tampa Bay - New Jersey: Klarerweise gibt es in dieser Serie einen Favoriten, dies sind die Devils. Aber wer hatte nach dem 0-2 Rückstand der Lightnings noch damit gerechnet, dass sie diese Serie noch in ein 4-2 umdrehen? Wer dachte an eine Leistungsexplosion von Martin St. Louis, welcher bereits 5 Treffer erzielte. Die Devils stehen in der Defensive gut, haben mit Langenbrunner momentan auch einen Topscorer. Aber ob dies auch gegen die höchst motivierten Lightnings reicht? Ich denke an das Jahr 1996 zurück, in welchem Florida bis ins Finale vorstieß. Deshalb auch mein überraschender, riskanter Tipp, Tampa Bay steigt mit 4-3 in Serie auf. Diese Truppe ist einfach so dermaßen ambitioniert, dass auch die Devils sie nicht bremsen werden.
Vancouver - Minnesota: Was soll man zu dieser Serie sagen, beide Teams haben aus einem 3-1 Rückstand noch ein 4-3 gemacht. Wenn es aber jetzt darum geht, um den Aufstieg zu tippen, dann wird es schwer dies vorauszusagen, dennoch tippe ich jetzt auf ein 4-2 für Vancouver. Die Canucks haben in den letzten 3 Spielen einen eindeutigen Aufwärtstrend und nutzen ihre Chancen wieder viel konsequenter. Die Wild sind ein Team, welches auf die Defensive ausgerichtet ist, aber einem wahrend Sturmlauf von Morrison, Bertuzzi, Naslund, Sopel und Linden werden sie noch nicht ganz gewachsen sein. Obwohl Marian Gaborik mit seinen nur 21 Jahren nicht selten schon Spiele entscheiden kann, Zholtok, Dupuis und Brunette wirklich überzeugen. Minnesota wird in den nächsten 5 Jahren einmal den Stanley Cup holen, davon bin ich überzeugt, in diesem Jahr ist aber zunächst einmal Endstation.
Anaheim - Dallas. Damit rechnete vorher niemand und es werden auch die wenigsten auf Anaheim setzen. Dennoch tu ich es und zwar aus gutem Grunde. Wer Detroit in 4 Spielen 4 mal schlägt, kann auch Dallas 4 mal schlagen könnte man meinen. Sie werden Dallas bezwingen, aber erst im entscheidenden 7. Spiel. Dallas ist nicht eine Truppe, welche nur aus NHL Veteranen besteht, aber sie hatten mit Edmonton ihre liebe Not, zu ihrem Spiel zu finden. Gegen Anaheim mit dem besten Goalie der Play-Offs Guigere wird es ungleich schwieriger, da auch Kariya, Rucchin und auch Oates in Höchstform spielen. Anaheim, persönlich mein Geheimfavorit, wird sich durchsetzen, weil sie auch eine lange Erholungsphase hinter sich hatten. Sie konnten sich schon einige Zeit auf diese Serie vorbereiten und sind im Laufe der Saison immer besser gewesen. In diesem Team steckt noch viel Potential und auch die Mighty Ducks werden neben den Wilds in den nächsten Jahren einmal den Stanley Cup holen. Zutrauen würde ich es ihnen zum Teil schon heuer auch.
Auswertung erste Tipprunde:
Absolute Spitze: Krefeld, Anaheim, Dallas, New Jersey, Ottawa, Vancouver, Minnesota, Tampa Bay. Schlechte Witze: Hans Zach, Gerhard Müller, Detroit Red Wings, Colorado, Washington Capitals.
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