Bald geht´s los
! Die Spannung steigt, es ist nur noch eine Woche bis zu den Playoffs !
1.Drittel: Zwei Spieltage vor Ablauf der
DEL Hauptrunde würde ich gerne schon mit einem Ausblick auf die
Playoffs beginnen, aber das ist ja leider unmöglich. Noch nicht ein
Duell ist sicher und auch nur 5 Vereine können halbwegs relaxt in den
Endspurt gehen. Das ist doch wirklich eine Frechheit, oder ? Nein, es
ist wirklich spannend, was der Qualität der meisten Partien am 51.und
52.Spieltag zu Gute kommen wird.
Am besten sind natürlich die Eisbären dran. Sie wissen, dass sie
theoretisch bis zum Finale Heimrecht genießen und ihre Nr.1 Stellung
war schon seit Monaten absehbar und ist seit kurzem endgültig sicher.
Die Berliner sind vom Kader ganz locker eine Klasse besser, als "Shootout
Versager Köln", Düsseldorf, Nürnberg und momentan kann ich mir
auch nicht vorstellen, dass sie gegen Mannheim verlieren würden. Für
das Team von Pierre Pagé wird sich aber sicherlich nicht schonen, was
schon der Konkurrenz gegenüber unfair wäre. Sie müssen in den
Begegnungen zuhause gegen Frankfurt und in Ingolstadt noch gegen zwei
Mannschaft antreten, die für Platz 15 und damit die Playdowns in
Frage kommen.
Der zweite Platz dürfte an die Haie gehen, auch wenn sie morgen in
Mannheim verlieren sollten, da sie den einen noch nötigen Zähler im
Heimspiel gegen Hannover dann auf jeden Fall einfahren werden. Die
Alder selbst müssen aber selbst am besten zweimal gewinnen, um sich
die Metro Stars vom Hals zu halten. Die haben mit zwei Siegen große
Chancen den dritten Platz zu erreichen, aber ihnen fehlt auch noch ein
Punkt, um Vierter zu werden. Man, ist das alles knapp... . Realistisch
gesehen sind die Chancen der Nürnberger auf den letzten Rang, der im
Viertelfinale das Heimrecht bringt, aber kaum vorhanden. Die Ice
Tigers werden Fünfter und können sich auf eine attraktive Serie
gegen Mannheim oder Düsseldorf freuen. Die Fans dieser Teams werden
wahrscheinlich sehr froh darüber sein, dass die erste Runde nach dem
Modus "Best of 7" ausgetragen wird. Dass man anschließend
allerdings zurück auf "Best of 5" geht, ist wieder einmal
eine dieser unglaublich peinlichen DEL Fehlleistungen. Es ist ja sehr
nett, dass man jedem Verein zwei Heimspiele garantiert, aber behält
man "Best of 7" dann nicht bei, wenn es wirklich um den
Titel geht und wenn man ganz enge, spannende Partien erwarten kann ?
2. Drittel: Erwartet hat man vor kurzen
in Krefeld und Hamburg wahrscheinlich größtenteils, dass man nicht
bis zuletzt zittern muss. Das ist nun doch der Fall und das haben die
Iserlohn Roosters verschuldet. Nein, natürlich war es vor allem die
eigene Schwäche, wie bei den Pleiten der Freezers bei den Huskies und
gegen die Ice Tigers. Die Sauerländer hatte ich mit einem großen
Kompliment schon aus dem Playoff Kampf verabschiedet, aber sie gaben
nicht auf und haben am Wochenende eine gar nicht mal so kleine Chance,
es zu schaffen. Am Freitag werden mit Sicherheit über 1000 Fans ihre
"Hähne" in Düsseldorf unterstützen und am Sonntag empfängt
man dann mit Krefeld einen direkten Konkurrenten. Wenn ich ganz
ehrlich bin, fände ich es am schönsten, wenn die Huskies
rausfliegen. Ja, das mag böse e-mails aus Nordhessen nach sich
ziehen, aber was soll´s ? Krefeld und Hamburg würden mit einigen
individuell hervorragenden Spielern die Playoffs bereichen und
Iserlohn kann mit den Titel "positivste Überraschung der
Saison" aufwarten können und was haben die Huskies
dagegenzusetzen ? Sie haben keinen richtigen DEL Topspieler, wie
Brandner, Purdie, House oder Tory, fast jeder erwartete sie auf den Rängen
6 bis 9 und schönes Eishockey garantieren sie nun wirklich nicht.
Naja, mal abwarten, kommen sie unter die ersten 8, ist ihnen eine Überraschung
auf jeden Fall aus zuzutrauen.
Flop des Jahres sind einmal mehr die zu ganz zahmen Kätzchen
mutierten "Lions" aus Frankfurt. Eine mögliche Playoff
Teilnahme konnte man eigentlich schon vor Wochen abhaken und jetzt
droht sogar der Super Gau, was der vorletzte Platz hinter Aufsteiger
Ingolstadt wäre. Theoretisch ist damit ein Abstieg möglich, was aber
praktisch natürlich nicht eintreten wird. Selbst die Lions sollten
noch stark genug sein, die unterirdisch schlechten Wild Wings zu
schlagen und wenn nicht, bleiben sie mit Sicherheit trotzdem in der
Liga.
In Schwenningen macht DEL Eishockey kein Sinn mehr, selbst wenn man
irgendwie einen Etat für die nächste Saison hinbekommen würde. Auf
Dauer muss es für die Fans auch ziemlich frustrierend sein, wenn sich
schon das Träumen auf Rang 8 eigentlich von vornherein verbietet.
3. Drittel: War es gestern oder
vorgestern ? Ich weiß es nicht mehr, aber eine unglaubliche Meldung
erschütterte die Eishockey/Tennis und Promiwelt. Sergei Fedorov und
Anna Kournikova waren verheiratet und sind mittlerweile wieder
geschieden. Warum wurde ich eigentlich nicht eingeladen, frage ich
mich da doch. Nein, nicht zur Hochzeit, zur Scheidung natürlich!
Wahrscheinlich hat sie stattdessen dieser komische Latino
Schmalzlieder Sänger getröstet. Skandal !
Die Ehe zwischen den Philadelphia Flyers und Dennis Seidenberg ist
noch lange nicht geschieden, aber sie befindet sich in einer Krise.
Der deutsche Nationalverteidiger, der eine sehr gute Rookie Saison
gespielt hat und fast in 60 Begegnungen zum Einsatz kam, wurde ins
Farmteam abgeschoben. Grund dafür war die Verpflichtung von Dimitry
Yushkevich, der zwar keine gute Spielzeit absolviert hat, aber über
wesentlich mehr Erfahrung verfügt. Irgendwie ist das sehr schade,
aber andererseits kann ich das Ganze nachvollziehen. Trainer Ken
Hitchcock ist immer sehr auf Sicherheit bedacht und will mit seiner
Mannschaft um den Stanley Cup spielen. Da verzichtet man aus
sentimentalen Gründen nicht auf einen Routinier, um einen Rookie, der
bisher überzeugt hat, weiter spielen zu lassen. Andererseits sollte
Seidenberg das nicht zu sehr zurückwerfen. Er kann zufrieden mit
seiner ersten Saison in der besten Liga der Welt sein. Vielleicht gibt
ihm eine Verletzung oder eine Sperre schon bald wieder die Möglichkeit,
bei den Flyers eine der sechs Verteidigerpositionen zu besetzen.
Während man in Philadelphia, wie bei vielen anderen Topteams, ein
ganz wenig vom Stanley Cup träumen darf, ist man in Nashville
bescheidener. Die Playoff Teilnahme wäre sensationell und aktuell ist
sie immer noch möglich. Zwar siegten die an Rang 8 im Western
liegenden Edmonton Oilers gestern, aber der Vorsprung auf die
Predators beträgt nur vier Punkte. Die haben sich vorgestern auch
noch einmal verstärkt. Aus Montreal kam Oleg Petrov, der für die
Canadiens letztes Jahr 24 Tore erzielte.
Diese Saison konnte er an seine bisherige Bestmarke nicht annähernd
anknüpfen, was auch ein Grund dafür ist, dass die Habs wohl die
Playoffs verpassen werden. Zwei andere heißen Mariusz Czerkawski und
Donald Audette. Von denen hätte man vor der Saison insgesamt
mindestens 40 Tore erwartet, aber aktuell haben sie nicht einmal 10
geschafft. Während das Powerplay der Canadiens schwach ist, kann man
das Unterzahlspiel als Katastrophe bezeichnen. Fehler macht man dort
vor allem auch mit jungen, talentierten Spielern, die ihre Chance
erhalten, dann aber wieder nach zwei, drei schwächeren Begegnungen
ins Farm Team abgeschoben werden. Wenn Montreal noch die Playoffs
erreichen will, geht das nur über einen phantastischen Jose Theodore,
der konstant so wie am Samstag spielen muss, als er dank 37 Saves beim
1:1 gegen Vancouver einen Punkt fast im Alleingang holte.
Wieder auf Kurs sind die Bruins nach ihrem 4:2 Sieg bei den Carolina
Hurricanes. 6 Punkte Vorsprung bei jeweils 66 absolvierten Spielen auf
Montreal und 4 Zähler auf die Rangers, die schon 69 Mal ran durften.
In Tampa Bay und bei den Islanders kann man die Playoffs noch nicht
als sicher abhaken, aber ein bisschen Durchatmen ist dort momentan möglich.
Schlusssirene.
Overtime: Darcy Tucker hat beim Spiel der
Leafs in Ottawa wieder richtig zugeschlagen. 42 Strafminuten in einer
Partie für einen der dümmsten und unfairsten Spieler der Liga. Glückwunsch
!
Absolute Spitze: Eisbären Berlin,
Iserlohn Roosters, Tampa Bay, New York Islanders, Nashville Predators,
Curtis Sanford.
Schlechte Witze: Frankfurt Lions, Darcy
Tucker