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Nicht jedes Wort Viel Spaß mit der jeden Dienstag neuen Ausnahme, das (stets diskussions-
Vorherige Ausgaben von 2+2+10: 06.11.2001
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Oh,
sind die aber süüüß !!! Warum hauen sich solche netten jungen Männer
eigentlich immer auf die Fresse? 1.Drittel: Genau das werden wohl einige hippe junge Chicks (oder wie das auch immer heutzutage heißt) gestern Nachmittag vor dem Fernseher sitzend gedacht haben. Viva, der total krasse Clipsender hatte doch tatsächlich am Montag ab 15 Uhr zwei Eishockeyspieler zu Gast. Eishockeyspieler ? Ja, EISHOCKEYSPIELER BEI VIVA ! Ich habe glücklicherweise
nur die letzte halbe Stunde dieser Sendung gesehen, aber was da ablief,
war schon traurig. Irgendwie ist es ja nicht schlecht, wenn die Medienpräsenz
des Eishockeys steigt, aber so etwas muss nun wirklich
nicht unbedingt sein. Mathias Hart und Alex Jung von der DEG
begleiteten die Cheerleader selbigen Vereins (oder umgekehrt) und
bekamen dumme Fragen gestellt. Der Hammer war jene, des total genial
vorbereiteten Cola Adeblödis: „So ein Puck der fliegt doch 300
Stundenkilometer, oder?“ Aber sicher und Michael Jordan ist der beste
Eishockeyspieler aller Zeiten. Nichts gegen Hart und Jung, aber die
Metro Stars hätten Jeff Christian schicken sollen. Für jede zweite
dumme Frage einmal den Ellenbogen ins Gesicht des Moderators und ich hätte
meinen Spaß gehabt... . Die
DEG hat mit einem 5 Punkte Wochenende den Abstand zu Platz 5 weiter
ausgebaut und scheint auf sicherem Playoff Kurs zu sein. Dabei unterstützt
werden sie ab dem Wochenende von Center Xavier Majic, für dessen
Verpflichtung die letzte Ausländerlizenz herhalten musste. Gehen
mussten dagegen Mondt und
Hackert. Der erste wollte angeblich mehr Eiszeit und der zweite soll
erst einmal in Duisburg spielen. Gerüchten zufolge sollen beiden schon
häufiger zusammen losgezogen sein und das nicht nur nachmittags.
Wahrscheinlich haben sie dabei auch nicht nur Kaffee getrunken. Ob das
ewige Talent Mondt in Ingolstadt mehr Eiszeit bekommt, weiß ich nicht
und es ist mir auch eigentlich egal, aber um Hackert ist es wirklich
schade. Man hat in dieser Saison nicht viel von ihm gesehen, aber wenn
er auf dem Eis war, konnte man schnell erkennen, dass er durchaus
talentiert ist. Probleme
mit nicht mehr vorhandenen Ausländerlizenzen haben die Frankfurt Lions.
Zum Thema hat das Coach Lance Nethery gemacht. Er findet die Tatsache,
dass man bei langwierigeren Verletzungen von Ausländern keine weiteren
Lizenzen vergeben kann, eine Schweinerei. Ein Problem sehe ich da schon,
aber was soll man dagegen machen und was bringt es, dieses Thema mitten
in der Saison anzusprechen? Mit Sicherheit gar nichts, das kann man
vielleicht in der Sommerpause neu diskutieren. Irgendwie habe ich auch
das Gefühl, dass er damit ein bisschen von anderen Problemen ablenken
will. 2.Drittel:
Andere Vereine haben auch mit Ausfällen zu kämpfen und stehen trotzdem
besser da. Zu nennen sind da z.B. die Nürnberg Ice Tigers, die sowieso
keinen besonders großen Kader haben und teilweise nicht einmal einen
ihrer ersten beiden Torleute aufstellen konnten. Besonders der Ausfall
von Frederic Chabot ist ein Riesenverlust, da er auf jeden Fall zu den fünf,
vielleicht sogar zu den drei besten Goalies der Liga gehört. Auch die
DEG musste lange ohne Trefilov auskommen, Quintin, Christian, Ulrich und
Jakobsen haben ebenfalls schon ausgesetzt oder fehlen noch und am
Freitag erwischte es dazu Jakub Ficenec.
In
Frankfurt hat man in den vergangenen Jahren bekanntlich schon mal gerne
den ein oder anderen Trainer gefeuert. Vielleicht ist das Nethery
eingefallen und er bangt jetzt schon um seinen Job, da die Lions ja
wieder auf Kurs sind, die Playoffs abermals zu verpassen. Was mir beim
Thema Nethery noch einfällt, ist die Tatsache, dass seine Mannheimer
Erfolge nun auch schon etwas zurück liegen. Die
Haie, hätten sie nicht noch gerade rechtzeitig die Notbremse gezogen, wären
mit ihm in der letzten Saison wahrscheinlich gar nicht in die Playoffs
gekommen. Am Ende wurden sie Meister, was einem Mann zu verdanken war,
den wir jetzt in Augsburg wiedersehen können. Rich Chernomaz übernimmt
dort das Amt von Dany Naud, aber er hat keine leichte Aufgabe vor sich.
Nach einem schwachen Start sah es bei den Panthern so aus, als könnten
sie in diesem Jahr wieder für eine Überraschung sorgen, aber
mittlerweile sind sie doch schon einige Punkte hinter einem Playoff
Platz. Die zahlreichen schmerzhaften Abgänge von Leistungsträgern zu
kompensieren, ist kaum möglich. Mal sehen, was Chernomaz sich einfallen
lässt, um mit Augsburg erfolgreich zu sein.
Während
die Eisbären nach Punkten pro Spiel weiterhin die beste Mannschaft
sind, haben die Hamburg Freezers eine kleine Serie gestartet und den
letzten Tabellenplatz verlassen. Dass sie an den schwachen Schwenningern
vorbeiziehen würden, war eigentlich klar, aber nach drei Erfolgen
nacheinander kann man im hohen Norden noch von viel mehr träumen. Dabei
helfen wird mit Sicherheit weiterhin Jesse Belanger, der toll
eingeschlagen ist und sechs Punkte in drei Begegnungen sammeln konnte. 3.Drittel:
Neues gibt es
von Power Dave, der sympathischen Tormaschine aus Tampa Bay. Der Stürmerstar
ist jetzt tatsächlich alleiniger Rekordhalter in der Kategorie
Powerplaytore. „Bumm, Tor“ wie Rick Amann sagen würde hat es zum
250. Mal bei ihm gemacht, wenn seine Mannschaft mit einem oder zwei
Spieler auf dem Eis stand. Der ehemalige Rekordhalter und als Spaßvogel
bekannte Phil Esposito, der diesen Treffer live im Stadion erleben
durfte, wird dazu sicherlich einige witzige Bemerkungen gemacht haben. Ein
lustiges Überzahlfestival gab es gestern in Montreal, wo die Canadiens
die Pittsburgh Penguins mit 5:4 besiegten. Sieben von acht Treffern
fielen im Powerplay und Saku Koivu legte in Unterzahl noch einen drauf,
ehe Donald Audette in der Verlängerung nach einem katastrophalen Fehler
von Alexei Kovalev und dem darauf folgenden Pass Joe Juneaus bei 4-4
zuschlagen konnte. Die beiden Männer des Abends waren eindeutig Saku
Koivu und Mario Lemieux. Während der in Montreal geborene Lemieux zu
seinen Punkten 32-34 kam, übertrumpfte ihn Koivu noch. Der Finne
erzielte einen Hattrick, ehe er zu Verteidiger Patrice Brisebois passte,
der zum zwischenzeitlichen 4:2 einschoss. Das wirklich beeindruckende
dabei aber ist, dass mit Koivu und Lemieux zwei Spieler, die eine
Krebserkrankung hinter sich haben, diese Partie bestimmten.
Während Koivu bei den Canadiens in dieser Saison mit Richard
Zednik und Yanic Perreault die meisten Tore geschossen hat, bester
Scorer im Team ist, die meisten Assists und die beste Plus Minus Bilanz
der Stürmer aufweist, hat Lemieux 10 Punkte Vorsprung auf den zweiten
der NHL Scorerliste. Wahnsinn ! Mit Joe Sakic ist die Nr. 2 übrigens
kein ganz Blinder. Die Penguins, die seit mehr als dreieinhalb Jahren
nicht mehr in Montreal siegen konnten, an sich sind aber auf einem
absteigenden Ast und das war auch nur eine Frage der Zeit. Eine überragende
Reihe, ein überraschend starker Dick Tarnström in der Abwehr und dazu
noch zwei, drei andere respektable Akteure reichen in der NHL auf Dauer
nicht. Ein NHL Team tritt zu jedem Spiel mit 20 Spielern an und wenn die
Hälfte davon höchstens durchschnittliches Liganiveau hat, ist das auf
Dauer zu wenig. Nach
Punkten führt die NHL momentan ein Team an, dass auch vom Kader her
eine absolute Topmannschaft ist. Mein Kandidat Nr.1 für den Stanley Cup
2003, die Dallas Stars, konnten sechs der letzten sieben Spiele gewinnen
und haben schon 28 Zähler auf dem Konto. Bei genialen Stürmern wie
Jere Lehtinen, Mike Modano und Co. ist das auch eigentlich kein Wunder,
wenn man noch über eine sehr starke Verteidigung verfügt. Die neue
Nr.1 bei den Texanern, Marty Turco, wurde in dieser Woche bei der Wahl
zum Spieler der letzten sieben Tage übrigens auch
nur von Nikolai Khabibulin übertroffen. Der ist weiterhin einer
der Gründe, warum die Tampa Bay Lightning noch immer fantastisch
dastehen. Während
die Detroit Red Wings sich teilweise sehr schwer tun, aber meistens
siegen, tun sich die Buffalo Sabres sehr schwer und verlieren immer.
Erstaunlich dabei ist, dass sie in vielen Spielen mit 1:0 in Führung
gehen, am Ende aber dennoch ohne Punkt das Eis verlassen. Jochen Hecht
tut mir irgendwie leid, aber immerhin ist er zumindest bei den Sabres
mehr als nur ein Mitläufer. Gerne würde ich in Buffalo mal nachfragen,
ob man Geoff Sanderson eigentlich vermisst. Den torgefährlichen Außenstürmer
ließ man vor einiger Zeit einfach nach Columbus ziehen und dort trifft
er momentan nach Belieben. Mit 12 Treffern findet er sich bei den Torjägern
ganz oben wieder. Overtime:
Sehr lustig war
der Premiere Kommentator letzte Woche bei der Champions League Partie
zwischen O.Piräus und Maccabi Haifa. Die Abwehr der Griechen nannte er
nach mehreren Fehlern „experimentelles Lauftheater“. Mehr davon und
mehr von Michi Leopold, der immer noch der einzige wirklich gute
Eishockeykommentator in Deutschland ist! Gar nicht lustig ist es, wenn
man morgens etwas länger schlafen will und von einem Leierkastenmann,
der unten vor dem Fenster Krach macht, geweckt wird. Noch unlustiger ist
es, wenn man den Leierkastenmann, der sich bei näherer Betrachtung als
Leierkastentranse entpuppte, am helllichten Tag in die Arme läuft... .
Gute Nacht ! Schlusssirene. Absolute
Spitze: Saku
Koivu, Mario Lemieux, Dick Tarnström, Dallas Stars, Marty Turco, Jere
Lehtinen, Mike Modano, Boston Bruins, Nikolai Khabibulin, Geoff Sanderson, Power Dave Andreychuk. Schlechte
Witze: Mola
Adebisi und Viva, Lance Nethery.
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