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Nicht jedes Wort Viel Spaß mit der jeden Dienstag neuen Ausnahme, das (stets diskussions-
Vorherige Ausgaben von 2+2+10: 06.11.2001
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Hallo und ein Herzlich Willkommen in der DEL, Hamburg Freezers ! Seit gestern hat die zweitgrößte Stadt Deutschlands nun auch ein DEL Team und ich bin gespannt, was daraus wird. 1.
Drittel:
Jaja, die Freezers hatten schon zwölf Auswärtsspiele
und gehören seit September zur DEL, aber gestern ist die Saison erst
richtig für sie angefangen. Die Color Line Arena war zum Auftakt mit
knapp 14000 Zuschauern ausverkauft. Ich bin davon überzeugt, dass viele
davon wiederkommen werden, da sie ein gutes Eishockeyspiel und einen 5:4
Sieg der Freezers gegen den amtierenden Meister gesehen haben. Schon das
erste Drittel war wirklich sehenswert, was ausnahmsweise auch mal daran
lag, dass die Haie mitgespielt haben, anstatt nur „Beton anzurühren“.
Angenehm überrascht war ich von der Stimmung. Vielleicht hat man in
Hamburg mit der Größe der Halle bei der Planung genau richtig gelegen.
18.500 Plätze wie in Köln, wo gute Stimmung ja höchstens herrscht,
wenn die Nationalmannschaft spielt, sind einfach zuviel. Ich
müsste eigentlich an dieser Stelle lange kritisch über die
Lizenzverschiebereien in der DEL schreiben, aber dazu habe ich keine
Lust. DEL Eishockey ist an Traditionsorten wie Bad Tölz, Füssen,
Riessersee und Landshut ( da kamen die Freezers über München ja ursprünglich
mal her ) leider nicht finanzierbar. Dass es bei den Fans in Deutschland
völlig zu recht wesentlich besser ankommt, wenn eine Mannschaft Stück
für Stück aufgebaut wird und dann irgendwann über den sportlichen
Aufstieg in die DEL kommt, ist offensichtlich, aber das interessiert die
Verantwortlichen eben nicht. Man
sollte jetzt erst einmal das Positive sehen: Hamburg ist eine schöne
und für Auswärtsfans sehr interessante Stadt. Ob sich das Eishockey
dort auf Dauer durchsetzen kann, wird man abwarten müssen. Der
Deutschland Cup war in diesem Jahr eine recht gelungene Veranstaltung.
Team Canada kam dieses Mal mit einer Mannschaft, die auch Eishockey
spielen wollte und die amerikanische Mannschaft war ebenfalls eine
Bereicherung. Deutschland machte das, was man erwartet hatte und die
Schweizer kommen aus ihrer Krise einfach nicht hinaus. Am
Ende siegte Canada und ich muss noch eben dazu gratulieren:
Congratulations Team Canada ! In diesem Jahr können die Amis gegen die
Kanadier international halt nichts ausrichten, was schon Olympia bei den
Herren und Damen zeigte und das kann auch gerne weiterhin so bleiben. Was
mir besonders aufgefallen ist, war aber eine Szene, die sich in der
51.Minute des Spiels Deutschland – Schweiz zutrug. Ich rieb meine
Augen, dachte für einen Moment an einen Special Effect, aber nein, es
war wirklich so: Hans Zach lächelte. Ja, der deutsche Bundestrainer lächelte
wirklich ! Ich war so gerührt, dass ich weinen musste. Okay, ich habe
natürlich nicht gemeint, aber bemerkenswert fand ich das schon. Mehr
als einen im besten Fall nur leicht griesgrämigen Gesichtsausdruck kann
man von Zach doch sonst nur sehen, wenn er Deutscher Meister wird. Vielleicht
wurde ihm in diesem Moment erst klar, dass Deutschland das erreicht
hatte, was jeder trotz der vielen Ausfälle eigentlich erwartete, auch
wenn es nicht selbstverständlich ist: Einen Sieg. Bei der Schweiz
fehlten auch Leistungsträger wie Steinegger oder vor allem Mark Streit,
aber im Endeffekt haben die Eidgenossen einmal mehr insgesamt nicht den
Biss gezeigt, den man einfach braucht, um bei diesem Turnier zu
gewinnen. Gegen Deutschland war die Schweizer Abwehr für ein paar
Minuten löchrig wie der Käse aus selbigem Land und das darf einfach
nicht passieren. A pro pos passieren: Was passiert jetzt mit Ralph
Krueger ? Eins ist sicher: Kann der Schweizer Nati Coach bis zur WM
weitermachen, braucht er dort einen Erfolg ( mindestens Viertelfinale ),
um seine Position zu festigen. Mir würde es sehr leid tun, weil er
nicht nur ein guter Trainer ist, was er jahrelang in Feldkirch bewiesen
hat, sondern auch weil er ein intelligenter und wirklich interessanter
Mensch ist. 2.Drittel:
Was
wissen wir eigentlich über Hans Zach und Michael Komma ? Hmm, beides
sind Tölzer, beide mögen Betoneishockey, was sie auf ganz besondere
Art zelebrieren lassen, wenn ihre Mannschaften aufeinander treffen und
sie kritisieren die Schiedsrichter ab und zu recht heftig. Gibt´s
Unterschiede ? Einen hat Nationalspieler Daniel Kreutzer, der auch beim
Deutschland Cup kein Tor erzielen konnte, im Interview klar gemacht: „Mike
Komma übt doch auch Kritik, er schreit nur nicht so“, sagte der Stürmer.
Hatte ich mir schon irgendwie gedacht... . Der
Deutschland Cup hat mich übrigens in meiner Meinung bestärkt, dass
Christian Ehrhoff nächstes Jahr wirklich in der NHL spielen wird, wenn
er im Trainingscamp einen guten Eindruck macht. Nach dieser Saison
sollte er im Sommer noch ein paar Kilo zulangen und dann wird er es bei
den Sharks schaffen, so wie es Dennis Seidenberg in Philadelphia
vorgemacht hat. Wie
alt ist der ARD Eishockeykommentatorenguru Jochen Sprentzel eigentlich ?
Er müsste doch ungefähr 127 sein, oder ? Genial war seine Aussage zu
Micki Dupont nach dessen Treffer gegen Deutschland. „Vor kurzem hat
Dupont sein erstes NHL Tor erzielt
und nun einen beim Deutschland Cup. Welcher bedeutet ihm wohl mehr ?,“
meinte Sprentzel sinngemäß. Hat er das jetzt ernst gemeint oder war
das ein Witz ? Ganz bestimmt das Deutschland Cup Tor, Jochen. AUFWACHEN
und nachdenken, Herr Sprentzel ! Wer
ist eigentlich der beste Überzahltorjäger der NHL Geschichte ? Gordie Howe, Wayne
Gretzky, Mario Lemieux oder Brett Hull ? Möööp, alles falsch ! Die neue Nr.1 ist „Power“
Dave Andreychuk vom „Power“ Team aus Tampa „Power“ Bay. Der in
Powermilton, ähh Hamilton geborene Außenstürmer hat jetzt 249 Mal in
Überzahl zugeschlagen und Phil Esposito eingeholt. Nicht mehr lange
wird es dauern, bis er alleiniger Führender dieser Wertung ist. Die
Zahl an sich ist schon beeindruckend, aber es ist ja auch nicht so, dass
der mittlerweile 39jährige die Pucks einfach abfälscht oder Rebounds
versenkt. Nein, er zaubert, er macht Pirouetten und zeigt eine
Geschmeidigkeit, von der eine Kati Witt ihr Leben lang nur träumen
konnte. Okay,
Dave Andreychuk hat den Sex Appeal einer sibirischen Bergziege und
bewegt sich nicht wirklich elegant über´s Eis, aber er trifft halt.
Was will man mehr ? Ich will jedenfalls demnächst den Videoausschnitt
von seinem 250. Überzahltor sehen und ein Buch über ihn lesen. Als
Titel schlage ich: „Der alte Mann und das Tor“ vor. Das
ewige Talent Olli Jokinen entwickelt sich in dieser Saison so langsam zu
einem wirklich guten Spieler. Viele hatten ihn schon abgeschrieben und
eine Karriere als Mitläufer prophezeit.
Momentan belehrt er sie gerade einen besseren. Bei manchen
Spielern dauert er halt länger, aber 18 Scorerpunkte zum jetzigen
Zeitpunkt sprechen auf jeden Fall für sich. Natürlich sind das zwölf
weniger als bei Mario Lemieux, aber der spielt auch momentan in einer
anderen Liga. Zum zweiten in der Scorerliste hat er acht Punkte
Vorsprung. Martin St.Louis, der seinen Namen dort lesen kann, hat damit
sicherlich kein Problem, aber ich weiß nicht, wann es das zuletzt so früh
in der Saison gegeben hat. Richtig gut spielen zur Zeit einige
Verteidiger, die eigentlich immer im Schatten anderer stehen, bzw
standen. Andrei Markov von den Montreal Canadiens habe ich schon erwähnt,
aber Nic Boynton von den Boston Bruins kam bisher zu kurz. Der spielt
eine sehr starke Saison und führt die Liga in der Plus/Minus Bilanz mit
14+ an. Er profitiert natürlich auch von einem insgesamt sehr
erfolgreichen Team, was für Eric Weinrich, der in Philadelphia überzeugt,
genauso gilt. 3. Drittel: So, die New York Rangers haben darum gebettelt und ich muss ihrem Wunsch in dieser Woche nach kommen. Eine Niederlage mit sechs Gegentoren bei den Columbus Blue Jackets schreit einfach nach verbaler Prügel. Wenn man sich dann noch als schlechter Verlierer präsentiert und 2,8 Sekunden vor dem Ende drei „Haudrauf“ Stürmer auf´s Eis schickt, um Ärger anzuzetteln, ist das schon arm. Bryan Trottier scheint sich als Coach nicht dem anzupassen, was er als Spieler war, sondern dem was die Rangers in den letzten Jahren repräsentiert haben. Eine überbezahlte Mannschaft, die nicht annähernd das zeigt, was man sich unter einem Team vorstellt. 3.
Drittel: So, die New York Rangers haben darum gebettelt und ich muss ihrem Wunsch
in dieser Woche nach kommen. Eine Niederlage mit sechs Gegentoren bei
den Columbus Blue Jackets schreit einfach nach verbaler Prügel. Wenn
man sich dann noch als schlechter Verlierer präsentiert und 2,8
Sekunden vor dem Ende drei „Haudrauf“ Stürmer auf´s Eis schickt,
um Ärger anzuzetteln, ist das schon arm. Bryan Trottier scheint sich
als Coach nicht dem anzupassen, was er als Spieler war, sondern dem was
die Rangers in den letzten Jahren repräsentiert haben. Eine überbezahlte
Mannschaft, die nicht annähernd das zeigt, was man sich unter einem
Team vorstellt. Colorado
war zuhause auch bisher nur ´ne Kirmestruppe, die bis gestern im Pepsi
Center ohne Sieg war. Nachdem 5:4 gegen die übermächtigen Nashville
Predators ist das aber nicht mehr der Fall. Na super ! Ich würde mir im
Westen wirklich einmal Playoffs ohne Detroit und Colorado zur
Abwechslung wünschen. Wie wär´s mit einem Conference Finale Minnesota
– Calgary ? Overtime:
Sehr nervig waren am Samstag auch die Weicheier von
Borussia Dortmund. Schön schoben sie ihre Niederlage auf den
Schiedsrichter, der sie allerdings kaum bis gar nicht benachteiligte.
Wenn ein Torhüter wegen Meckerns schon die gelbe Karte gesehen hat,
sollte der vielleicht lieber in seinem Kasten bleiben, anstatt sich
weiter zu beschweren. Hat jemand von Dortmunder Seite erwähnt, dass
Dede für seine ganzen Fouls eigentlich zwei Gelb-Rote Karten hätte
kriegen müssen ? Nein, natürlich nicht. Am Ende waren es noch die bösen
Bayern, die bestimmt den Schiedsrichter bestochen haben. Nee, nee, nee. Böse waren die Bayern nur in der zweiten Halbzeit, als sie die
Dortmunder teilweise in Grund und Boden spielten, bis schließlich das
2:1 gefallen war. Schlusssirene.
Absolute
Spitze:
Hamburgs erstes DEL Heimspiel,
Dave Andreychuk, Olli Jokinen, Marian Gaborik, Mario Lemieux,
Martin St.Louis, Mike Modano, Jere Lehtinen, Nic Boynton, Andrei Markov,
Eric Weinrich. Schlechte Witze:
Toronto Maple Leafs, Don Cherry, New York Rangers, Colorado Avalanche,
San Jose Sharks, die Schweizer Nati, Borussia Dortmund.
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