Tagebuch während der Tour geführt von: Bernt Pölling-Vocke ( bernty@gmx.com )
Sie sollten nicht reichen - jene eineinhalb
Tage geplante Pause, auf die im letzten Eintrag hoffnungsvoll verwiesen wurde.
Selbst wenn es zweieinhalb wurden. Kurz gefasst erholte sich das rechte Knie
überhaupt Schweren Herzens musste ich resigniert das Handtuch schmeißen - den Entschluss zum "Aufgeben" verschob ich jedoch immer wieder. Bereits beim "Transfer" durch Franks Eltern von Alpe d`Huez nach Interlaken hätte ich einfach beschließen können, im gen Köln rollenden Wohnmobil sitzen zu bleiben. Ehrlich mit mir selbst wäre es gewesen, humpelte ich doch teilweise schon arg besorgniserregend. Irgendwie glaubte ich jedoch trotzdem noch daran, nach einem Tag Pause eventuell doch wieder etwas besser voran zu kommen und mit Frank einen "von-jetzt-an-locker-Pakt" schließen zu können. Das hätte man vielleicht noch auf die Reihe gekriegt - aber als dann am Ruhetag in Interlaken das Knie auch beim Schwimmen im See schmerzte, war schnell klar, dass es für mich keine Fortsetzung der Tour mehr geben würde. Schade - aber unabänderlich. Frank war natürlich wenig begeistert von meiner Entscheidung, nun doch mit dem Zug nach Hause zu fahren und ihn alleine zurück zu lassen - aber ganz realistisch betrachtet gab es einfach keine Alternative. Wirklich überrascht wirkte er auch nicht. Wir hatten zwar noch beschlossen, einen weiteren Ruhetag in Interlaken einzulegen - eben jenen Tag, den Frank für die wohl recht nette Interlaken-Interlaken-Tour dieser Seite nutzte - jedoch ging auch einen Tag später einfach verflucht wenig. Ich versuchte es zwar in der Früh noch einmal, mit dem Rad ein paar Kilometer zu rollen und ins Knie zu fühlen, aber was ich dabei herausfand, bestärkte mich höchstens in meiner Entscheidung, dass Rad dann doch in die Ecke zu pfeffern. Oder ins Zugabteil. Das große Vorhaben der Alpenüberquerung fand somit für mich ein jähes Ende kurz nach geplanter Tourhalbzeit. Würde Frank es jedoch noch über die Alpen schaffen? Würde er den Flieger in Mailand schaffen? Das Tagebuch - fortgesetzt von seiner Wenigkeit - wird von nun an Aufschluss darüber geben. Viel Spaß!
Tagebuch während der Tour geführt von: Frank Schumacher (schumi14@web.de)
Tja, der Chronist ist tot (oder zumindest schwer angeschlagen abgereist), daher muss ich das jetzt wohl oder über übernehmen mit der Tagebuchschreiberei. Ich sitze jetzt 23 Kilometer hinter Interlaken am Regionalbahnhof von Brienzweiler, es ist10:20 Uhr, somit dürfte der Eisbär mittlerweile schon auf dem Weg nach Hause sein. Im Moment stellt sich auch noch keine rechte Freude auf die noch weitgehend vor mir liegende Etappe ein, obwohl mit dem Sustenpass erneut einer der landschaftlich schönsten Übergänge in der Zentralschweiz in Angriff genommen wird. Lieder nur noch alleine, wie schon erwähnt, wobei die Hoffnung bleibt, dass es sich nur um eine Überreizung des Knies handelt, die keinen bleibenden Schaden hinterlassen wird. Hierfür kann ich Bernt nur feste die Daumen drücken, und hoffen, dass wir im nächsten Jahr beide wieder gemeinsam touren können.
Grindelwald ist noch alles sehr 08/15, sowohl was den Steigungsgrad als auch die Schönheit der Strecke angeht. In Grindelwald selbst gibt es aber dann einen imposanten Ausblick auf den Eiger zu bewundern, wer Geld zuviel hat kann auch für 45 Franken von hier aus mit der ZRB zur Kleinen Scheidegg fahren, wer zufällig gerade im Lotto gewonnen oder Paris Hilton als aktuellen Freundin besitzt kann auch gleich zum Jungfraujoch durchstarten, für schlappe 145
Franken (aus dem
Tal heraus muss das ja noch teurer sein, Hilfe!)
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