Stage 16

Dufftown - Elgin 

29,34 Kilometer; 01:36:17 Stunden

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Tagebuch während der Tour geführt von: Bernt Pölling-Vocke ( bernty@gmx.com )

Unsere letzte Etappe war dann, wie schon die vom Vortag, eher mäßig ereignisvoll. Wie auch schon gestern hatten wir eigentlich nur Gegenwind, dafür aber auch kaum mehr Kilometer zu fahren. Schon gleich am Vormittag besichtigen wir die massenhaft von Touristen heimgesuchte Glennfiddich Distilerie in Dufftown und landeten später noch in der John Grant Destillerie ein paar Kilometer auf dem Weg nach Elgin, wobei vor allem das Probetrinken, sowohl in der größten Destillerie Schottlands (Glennfiddich), sowie auch in der zweitgrößten Destillerie (stimmt bestimmt gar nicht...), deren Produkt Marktführer in Italien ist (was oft betont wurde, in Schottland scheint man wohl kaum zu verkaufen), am meisten Spaß machte.

Abends in Elgin fanden wir auch ohne vorherige Reservierung relativ schnell ein stadtnahes B&B und hatten ein ganzes

Glenfiddich Destillerie, Dufftown

Familienzimmer für uns. Unsere Gastgeber waren zwar wenig begeistert, dass wir am nächsten Morgen schon um sechs Uhr aus dem Haus mussten, man war dann aber auch froh, uns mit ein paar Sandwiches anstelle eines richtigen Frühstücks abspeisen zu können.

Im nahen Shoppingcenter deckten wir uns noch ordentlich mit Lebensmitteln für die lange Rückreise ein, Imke kaufte sich als Urlaubsmitnehmsel eine kleine Flasche schottischen Whiskys und ich verabschiedete mich von der mir so ans Herz gewachsenen Coca Cola Light Vanille, die Imke am Anfang noch als ekliges Gesöff abstempelte, am Ende aber auch beinahe täglich konsumierte. Ein bisschen White Russian-Geschmack in der Cola…

So langsam kommt dann auch das Tagebuch seinem Ende entgegen und mir bleibt eigentlich nur noch zu schreiben, dass mir die letzten dreieinhalb Wochen wahnsinnig gut gefallen haben und man mit dem extrem lesenswerten Harry Potter 5 auch die

Zielankunft in Elgin!

 Regentage in Mallaig gut überstehen konnte. Unsere Rückreise sollte am Ende noch fast zwei Tage dauern und ebenso wie unsere Hinreise nicht ganz plangemäß verlaufen, da wir uns in Holland erneut mit dem Zug verfuhren. Wie schon auf der Hinfahrt schien die lustige holländische Bahngesellschaft einmal wieder irgendwo entlang des Streckenverlaufs nach Gutdünken Waggons abzuhängen oder anzuhängen, so dass einmal wieder unser eigentlich richtiger Zug (betrachtet man es vom Verbindungsausdruck, dem Gleis und dem Monitor dort) am falschen Ziel landete und wir noch mit einer Regionalbahn knapp eine Stunde nach Groningen fahren mussten, wo unsere Anschlusszüge natürlich längst über alle Berge waren. Aber genauso wie auch immer der nächste Zug kommt, wird auch wieder die nächste Radtour kommen. Bis dann…

 

...und dreieinhalb Wochen nach unserer Ankunft ging es wieder zurück auf den Kontinent, wo wir dann von prasselndem Regen erwartet wurden und mit dem Bus zum Amsterdamer Hauptbahnhof fuhren, von wo, wie schon auf der Hinfahrt, eine kaum enden wollende Odyssee über die Hälfte aller Bahnhöfe zwischen Oldenburg und Amsterdam begann.