Stage 1
Prolog nach Prag 
 23,32 Kilometer;  1:30:05 Stunden

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Tagebuch während der Tour geführt von: Bernt Pölling-Vocke ( bernty@gmx.com  

„Prag ist wie Wien ist wie Köln ist wie Barcelona, aber was da noch so kommt…wo wir morgen pennen…von den Ländern habe ich so gar keine Vorstellung“, Frank vor Tourbeginn

Offizielles Wiegen

 

21:10, Hotel in Prag, todmüde, vom Rad genervt, vom Schach gerädert. Zweifelsohne, ein Traumurlaub beginnt anders…

Top 1: Todmüde

Wie vor jeder unser bisherigen Touren veranstaltete Frank am Vorabend des Aufbruchs eine kleine Grillorgie im elterlichen Königsdorf. Wie immer waren alle dabei, Freunde, Bekannte und tote Tiere, die sich jedoch mit einem Platz am Grill zufrieden stellen mussten. Tonnenweise Salat war auch mit von der Partie, die sich länger und länger hinzog, so dass bis um sieben Uhr nach abschließenden Aufräum- und Packaktionen gerade einmal fünf mickrige Stunden verblieben. Zwar habe ich noch Großteile des Fluges erfolgreich verschlafen, da man von Köln/Bonn bis nach Prag jedoch mehr Zeit auf dem Rollfeld als in der Luft verbringt, kam dabei nicht viel Erholung herum.

In Prag erwartete uns dann, typisch für den Sommer 2004, erst einmal ein grau verhangener Himmel mit Feuchtigkeitsbewegung gen Boden. Zum Glück, einem Bomb Squad sei Dank (explodiert ist aber nichts), kamen unsere Räder aber dermaßen verspätet, dass der Himmel wieder freundlicher dreinblickte, mir aber…

...gutes Wetter daheim...ab in den Urlaub....Regenwetter in Prag!

Top 2: vom Rad genervt

…nach weinen zu Mute war, da trotz allerbester Verpackung die Gabel meines Vorderrades gebrochen war. Konnte es noch schlimmer kommen?

Vielleicht schon, denn das gebrochene Teil scheint keine wirklich tragende Funktion zu haben, eine neue Gabel muss allerdings wohl oder übel mittelfristig montiert werden. Pläne einer kurzfristigen Reparatur am heutigen Ruhenachmittag in Prag wurden gleich von den recht eingeschränkten Öffnungszeiten, vor allem am 

Spaß bei der Ankunft: Gabelbruch trotz guter Verpackung; Germanwings erstattete den Schaden nie, eine Begründung blieb nach eingesandter Schadensmeldung auch aus. Super!

Wochenende und obendrein im Sommer, zu Nichte gemacht. Ich hoffe einfach, dass die Einschätzung vom Schaden korrekt ist und eigentlich nichts Schlimmes droht; einen wirklichen Gabelbruch bei einer Abfahrt in den kommenden Tagen kann ich kaum gebrauchen. Hoffentlich kommt German Wings zumindest für die Reparaturkosten auf; hoffnungsvoll stimmt mich, dass man nicht wie bei Ryanair vorm Abflug unterzeichnen musste, dass Ryanair für nichts zwischen Gepäckaufnahme und Abnahme verantwortlich ist. Viel teurer als mit Ryanair fliegt man mit German Wings jedoch auch nicht. Wir flogen zwar nicht für 2.99 plus Steuern, so wie Imke in zwei Wochen nach London, aber 29 Euro pro Nase plus 25 Euro pro Rad sind auch nicht die Welt.

Top 3: Vom Schach gerädert?

The same as every year; nach einem kurzen Abendmahl bei McDoof (ich weiß, in Prag kann man billig und gut richtig essen, „Supersize Me“ habe ich auch gesehen und teuer ist der Dreck auch, aber Frank verkündete von Anfang an, Bock darauf zu haben; mir war es egal…) verlor ich in jeweils 15-20 Minuten zwei Partien durch kleine und große Unkonzentriertheiten und darauf folgend absolute Lustlosigkeit. 0:2 nach dem ersten Tag, es kann fies werden…

 

Top 4: Traumurlaub?

Das ist subjektiv, aber wir werden es noch sehen (oder vorm Computer nachlesen, falls Sie nichts Besseres zu

Das Starterfeld vor Tourbeginn; freier Nachmittag in Prag.

 

Letzte Stärkung vor der Tour;  Sportlernahrung!

tun haben, als diesen Schund zu konsumieren; ist dies der Fall, haben Sie obendrein mit ziemlicher Sicherheit einen Bürojob, einen Internetzugang bei der Arbeit oder ganz einfach zu viel Langeweile).

Auf Sightseeing im total von weltreisenden Amis überlaufenen Prag verzichteten wir übrigens weitestgehend. Ich selbst war schon im bitterkalten Februar eine Woche da, Frank muss irgendwann noch einmal wiederkommen, da bei unseren ambitionierten Zielvorstellungen lediglich der Weg das Zielt ist. Sonst nichts. Drei Wochen. Prag bis Istanbul. Basta. Also: TRETEN!

„Prag ist wie Wien ist wie Köln ist wie Barcelona, aber was da noch so kommt…wo wir morgen pennen…von den Ländern habe ich so gar keine Vorstellung“

 

 

 

Schachbilanz (Sieg, Niederlage, Unentschieden;
Bernts Perspektive)

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