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Stage 8 | ![]() |
| Ahipara - Waitiki Landing | ||
| 106,84 Kilometer; 4:34:55 Stunden | ||

Tagebuch während der Tour geführt von: Bernt Pölling-Vocke ( bernty@gmx.com )
21
Kilometer noch, 21 Kilometer bis zur Halbzeit: mein Entschluss steht mehr oder
weniger fest, auch wieder bis nach

musste. Hier oben hat mein keine Wahl. Kampf den
Monopolistenschweinen! Nimmt man alle Radtouren und die
Wanderung des Queen
Hier oben kosten duschen extra, sind gammelig, ebenso wie die Klos, mein Eckzimmer ist zu zwei Seiten hin vollverglast und erinnert eher an ein Schaufenster eines Autoschauhauses, die Kueche ist spartanisch und die Angestellten Gott-sei-Dank scheissendumm. Dumm bin ich auch, da ich sie korrigierte, aber Scheissendummheit
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| Immer wieder Regen: kein Tag ohne Regenbogen mehr... |
kann man einfach nicht beirren.
“You
want to stay for two nights”
“Yea”
“That is 20 a night plus 10 key deposit, which you get back when you check
out”
“Is it less with a BBH Membercard?” (BBH = Hostelverband)
“Then it is 19 a night”
“Okay”
“So it is 50”
“Isn’t it 48?”
“No, not with a BBH card. Then it is 19 a night, key deposit, 38”
“38?”
“Yes”
“And the key deposit?”
“You get back when you check out”
Na
dann.... (mehr als vierzehn die Nacht ist es aber auch absolut nicht wert, ich
verstehe schon, wieso der Laden im BBH-Heft mit einer Wertung von 46% das
schlechteste Hostel Neuseelands ist; gestern in Ahipara hatte ich 92%, eine der
hoechsten Wertungen ueberhaupt: eine schnucke Villa, nette Gastgeber mit Hund
und Katze und drei
freilaufenden Schweinen, die stets das Hostel umrundeten oder
sich an Bauemen rieben, modern eingerichtet, gemuetliche Kueche, huebsche
Wohnzimmer und viele Mitgaeste, an denen es hier ebenfalls mangelt. Kein Wunder,
wenn ich ein Auto haette: tschuess!
Die versprochene Wetterbesserung ist leider nur partiell eingetreten, trozdem bin ich am kuerzeren meiner beiden vorreservierten Hostels vorbeigerauscht (passierte es schon um zwoelf Uhr Mittags und einem Schnitt von fast 25). Es schauerte heute zwar eniger (aber immer noch genug, auch wenn ich oft Glueck hatte und Schauerfronten um Haaresbreite verpasste), dafuer pustete es aber wie gewohnt. Was anfangs gut war, da ich die ersten siebzig Kilometer kaum strampeln musste und erstmals auf der Tour richtig guter Dinge war. Ich kam hoellisch flott vorn, gruebelte jedoch etwas darueber, wie ich bei aehnlichen Winden jemals wieder “hinab” kommen wuerde und die 100er-Etappe schien das reinste Kinderspiel. Das Radlerherz lachte, belohnte sich in Pukenui (Achtung: letzter Supermarkt vor dem Kap!) mit einem fetten Sandwich, Banane, Schokoriegel und Saussage Rll und wurde dann wieder jaeh enttauescht, als die
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| Scheiß Wetter voraus: die letzten Kilometer nach Waitiki Landing waren "spannend", aber dann doch trocken. |
letzten 35
Kilomtere ungefaehr aehnlich lang dauerten wie die ersten siebzig und ich wieder
Gott und die Welt verwuenschte. Die zweigesichtrige Tour hatte mit der Fratze
bis zum Endspurt gewartet.
Irgendwie
geht es mir aber auch gut, so unwahrscheinlich dies in Anbetracht aller
Geschehnisse auch wieder wirken mag. Das gute Wetter ist zwar wieder nicht da
und der nette Typ aus der Tanke meinte, dass es nun erst Montag (uebermorgen)
besser wuerde, aber alles in allem ist es doch besser, als daheim die Waende
anzustarren. Schoen ist auch, dass ich seit zwei Tagen quasi wieder im Ausland
bin, da die maorische Bevoelkerung stetig zunimmt. Maoris koennen zwar nach dem
Pissen nicht abziehen (zumindest hier im Hostel) oder schoene Hostels bauen,
geben einem aber wieder etwas das Gefuehl, weitgereist zu sein. Aehnlich wie am
gefahren sind) im Vorgarten und alle Haueser sind einfachste Bretterbuden, die dringend einmal wieder gestrichen werden koennten. Es heisst auch oft, dass der wirtschaftliche Aufschwung Neuseelands an den Maoris mehr oder weniger vorbeigezogen ist, so dass man sich als Maori manchmal sogar noch arbeitsloser fuehlen muss, als als Ostdeutscher oder Gelsenkirchener. Zumindest geht es einem jedoch besser als den verbliebenen Indianern in der
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| Abendessen: was für eine gemütliche Küche es doch ist... |
saebelschwingenden Vorzeigedemokratie 10.000 Kilometer
“rechts” von hier. Verdammt weit “rechts”.
Nett
waere es, auf einer nur zehn Kilometer breiten Landzunge mit dem beruehmten
90-Mile-Beach im Westen und einer sicherlich genauso schoenen Kueste im Osten
auch mehr als 723 Meter je 100 Kilometer etwas vom Wasser zu sehen zu bkeommen,
aber dies erlaubte die eine Strasse nicht. Alternativ kann man angeblich auch
bei Ebbe ueber den
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Wieder alles dabei: Sonnenschein, Regenunterstände und einsame Straßen, aber zumindest war es relativ warm (17-18 Grad)... |