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Stage 13 | ![]() |
| Paihia - Whangaruru | ||
| 37,82 Kilometer; 2:06:40 Stunden | ||

Tagebuch während der Tour geführt von: Bernt Pölling-Vocke ( bernty@gmx.com )

Die
Luft riecht angenehm verraucht, der Kamin knackt, geschmackvolle Musik dudelt im
Hintergrund, man hoert
Geschirr klappern: die Familie ist zu Abend, ich sitze
nebenan am PC, so lange ich moechte, danach kann ich noch eine riesige
DVD-Sammlung durchgucken, wenn ich denn wollte: ich will ja im Tagebuch nicht
andauernd ueber Hostels schwaermen oder herziehen, aber um einmal Chanu, einen
der Protagonisten aus “Brick Lane”, was ich im Moment lesen moechte aber
doch irgendwie kaum dazu komme, zu zitieren: “what can you do?”.
Vielleicht
oefter in grossen Hostels wie gestern bleiben; dort drei Kuechen, hier zwei
Gaeste. Ums Hostel herum nur Nichts, zumindest im staedtischen Sinne. Pferde,
Kuehe und Katzen dafuer ohne Ende. Als ich den Dorm hineinspazierte, lag eine
Katze auf einem Bett, als ich noch etwas auf dem Grundstueck wandern ging, kam
mir wie aus dem Nichts eine Pferdeherde (10 Pferde) entgegen und trabte zu einem
Wasserkuebel, zu dem es mich ebenfalls zog. Nicht weil ich Durst hatte, sondern
weil von dort oben die Aussicht angeblich besonders schoen ist, so meine
Gastgeberin. Die Farm gehoert ihr
allerdings nicht selbst; sie unterhaelt sie
nur auftragsweise fuer die Besitzer mit ihrer Familie, womit momentan sie, ihr
Mann und drei Kinder gemeint sind. Ansonsten wohnt hier nur noch ein
Farmarbeiter, der auch bei mir im Dorm pennt. Eigentlich bin ich der einzige
Gast und es verwundert auch kaum, dass einer Statistik (haengt an der Wand) nach
die meisten Gaeste entweder hier sind bzw. waren, weil sie schon mal hier waren,
oder den Laden persoenlich empfohlen bekommen haben. So abseits wie das Hostel
von der typischen Strecke,
Ich
verkehre einmal wieder abseits der stark befahrenen und sicherlich einfacheren
“1”, aber eigentlich verkehrte ich heute fast gar nicht. Nach lediglich 37
Kilometern war Schluss; das naechste Hostel waere noch einmal 40-45 Kilometer
entfernt und der Mittag war bereits erreicht. Etwas spaeter als gewohnt
aufgestanden, eine Stunde telefoniert, dann mit einer
Lehrerin aus Singapoure
gefruehstueckt, die auch bei mir im Dorm pennte, mit ihr zusammen zur Faehre
nach Russel, auf die Faehre gewartet, viel gequatscht und dann, viel spaeter als
sonst, endlich in die Pedale eingeklickt und kaum Stoff gegeben, da es
unglaublich huegelig war. Wahrscheinlich die huegeliste Etappe der Tour. 
Die
Strecke, auch ein kilometermaessiger Umweg zur “1”, war einfach nur
traumhaft, schlaengelte sich von Bucht zu Bucht, ging folgerichtigerweise mehr
rauf und runter als voran und war beim heutigen Wetter,
Sonne-Sonne-Sonnenschein, ein absoluter Traum. Vielleicht nur ein kurzer, aber
dafuer war es im Hostel um so schoener. Etwas naiverweise ging ich auch noch
kayaken, auch wenn meine Gastgeberin meinte, dass es bei Wasserhochstand mehr
Sinn macht. Musste ich dann auch einsehen, da ich das Kayak des oefteren
verlassen und ueber seichte Stellen ziehen musste. Entspannend war es trotzdem,
irgendwo im Nichts zwischen Mangrovenwaeldern einfach so dahinzutreiben. Ein
bisschen habe ich zwar das Gefuehl, einen exzellenten Wettertag mit Nichtstun
verplempert zu haben, aber es war schoenes Nichtstun. Wie Karl schon zu sagen
pflegte, besteht immer die Gefahr, dass man sich selbst ein wenig vorauseilt,
wenn man nur noch radelt. Das mag sein, schliesslich fahre ich jetzt auch schon
seit zwoelf Tagen jeden Tag. Einen richtigen Pausetag will ich zwar nicht
nehmen, aber heute war schon verdammt nahe dran. Morgen wird es hingegen
knueppelhart, da mir erst noch einmal 35 Kilometer Achterbahn drohen, bevor es
dann noch einmal rund 70 Kilometer bis Waipu sein koennen. Alternativ muesste
ich in Whangerei naechtigen, worauf ich aber absolut keinen Bock habe. 45.000
Einwohner? Hoffentlich ohne
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| Früh am morgen; Fährüberfahrt von Paihia nach Russell... | ...von wo aus es dann entlang einer extrem hügligen Küste... |
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...immer weiter bis zum Hostel... |
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...in Whangaruru ging; einmal wieder ein einsam daliegendes Hostel mitten im Nichts. |
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Fotos vom Abendspaziergang auf
der Farm (ebenso wie das Foto von der |
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