Stage 11
National Park - Taihape
 95,85 Kilometer;  4:42:36 Stunden

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Tagebuch während der Tour geführt von: Bernt Pölling-Vocke ( bernty@gmx.com

Das war er nun also, unser zweiter Regentag in Folge. Heute: morgens Sonnenschein pur, dann ab der Mittagspause in Okahune nur noch ein bewölkter aber stets trockener Himmel. Nett, wenn der Wetterbericht einmal komplett daneben liegt. Das "daneben" könnte allerdings nur wenige Kilometer von uns anders ausgesehen haben, denn von Okahune aus konnte man relativ gut sehen, wie sich große Wolkenmassen hinter den Bergmassiven des Tongarion National Parks auftürmten und meine ursprünglich geplante Etappe nach Taupo sicherlich zu einem nassen Vergnügen gemacht hätten.

Spaßig war auch die erste Stunde auf dem Rad: Rückenwind ohne Ende, 26.3 Kilometer in der ersten Stunde: es lief super! Ich war Sabine und Karl allerdings ein wenig davongeeilt und hatte an einer Kreuzung, an der wir nach Okahuna abbiegen mussten, gewartet. Nach ein paar Minuten kam Sabine dann auch vom Wind ordentlich angetrieben vorbeigezischt und rief mir noch etwas wie "stell dir das mal bei Gegenwind vor" zu. Kaum an der Kreuzung abgebogen wurde die Vorstellung dann bittere Realität, da wir nach den 26 geschenkten Kilometern zu Beginn nun plötzlich 40 Kilometer heftigen Seiten- und Gegenwind ertragen mussten.

Unser nun tatsächlich letztes Abendmahl - Sabine wird uns morgen in Palmerston North endgültig verlassen - gab es dann in einem Superhostel (Foto rechts), dazu einmal wieder einen netten Wein, der uns dann auch schnell genug schläfrig machte, um morgen früh um sieben Uhr gut aufstehen zu können. Sabines Zug ab Palmerston North, etwa 100 Kilometer von hier entfernt, fährt um 18 Uhr, so dass wir nichts riskieren wollen. 11 Stunden für 100 Kilometer sind jedoch nicht für jeden Touristen...

...denn am Morgen trafen wir noch den absoluten Hardcoretouristen aus Korea. An einem Parkplatz pausierend fragte der gute Mann uns, wie man denn an die interessanten Stellen des Tongario National Parks herankommt - mit dem Wohnmobil natürlich. Zeit würde er nicht haben, nur kurz zu einem Lookout wollen, Fotos für die Heimat machen und weiter, denn er hatte schon so viel Zeit in Australien verschwendet, dass jetzt Neuseeland mit dem Wohnmobil in sechs Tagen bereist werden musste. Beide Inseln. Keine Gnade. Neuseeland in sechs Tagen? Wie lange waren wir denn in Australien, zwei Wochen???