Stage 18
Siena - Pisa
122.45 Kilometer; 6:15:41 Stunden

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Tagebuch während der Tour geführt von: Bernt Pölling-Vocke ( bernty@gmx.com )

Dummerweise habe ich direkt in Italien keinen Eintrag mehr für den letzten Tag gemacht und muss mir jetzt ein wenig etwas aus den Fingern saugen. Ganz so schlimm ist es aber auch nicht da sich die Highlights des letzten Tages an einer Hand abzählen lassen. Das Wetter wurde zum Abschied richtig mies, das Knie war zwar wieder einigermaßen fit aber immer noch nicht so richtig und am Ende waren wir doch mehr als froh als wir gegen zehn Uhr Abend im stockdunklen Pisa ankamen, nachdem wir zuvor noch rund eine Stunde unter einer Tankstelle ausgeharrt hatten während um uns herum die Welt unterging. Noch konnte wir auch nicht wissen, dass etwa eine Woche später Rom genauso nass sein würde wie es Venedig zuvor war, so dass wir uns allen Ernstes noch über den Regen aufregten. Wären wir eine Woche später in den Urlaub gefahren wäre die ganze Tour zu einer Horrorregenreise verkommen, so blieben wir aber insgesamt noch einigermaßen trocken und durften Italien bei schönem Wetter genießen. Etwas weniger Glück hatten wohl unsere Bekannten aus Neuseeland, deren Tour noch vom miesesten und feuchtesten Sommer seit Jahrzehnten ein wenig tangiert wurde.

Nach erledigter Strampelabend machten wir kurz Siegesfotos am Flughafen und fuhren noch ein letztes Mal in das eher langweilige Pisa hinein. Überraschenderweise fanden wir auch noch eine um elf Uhr nicht geschlossene Pizzeria, mampfen noch einmal richtig gut, fuhren ein letztes Mal am schiefen Turm vorbei und pennten wenig stilvoll auf dem Boden vor dem Flughafen von wo um sieben Uhr morgens unser Rückflug ging. Zu unserer Überraschung schliefen relativ viele Leute im Freien vor dem Flughafen und da alle Bänke belegt waren begaben wir uns einfach auf den Boden. Ich schlief gut, Frank schlief gar nicht und am Morgen waren wir beide froh als wir endlich im Flugzeug saßen, dass bei richtig schlechtem Regenwetter Italien hinter uns ließ und uns nach einer insgesamt wirklich schönen Tour wieder ins ebenfalls verregnete Deutschland brachte.

The End