Stage 1
Prolog Pisa
11.67 Kilometer; 0:42:21 Stunden

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Tagebuch während der Tour geführt von: Bernt Pölling-Vocke ( bernty@gmx.com

Offizielles Wiegen vor der Tour, noch in Köln...


Und bereit zur Abfahrt!

15:52, seit drei Stunden in Hahn, nur noch drei Stunden in Hahn, wirklich spannend…

Wirklich viel passiert ist auch nicht, mit Ryanair kann man zwar billig fliegen, beim Ryanair-Bistro aber etwas zu trinken kaufen zu wollen ist ein ganz anderes Unterfangen. Bei 1.80 Euro für eine kleine Cola Light Flasche kann man schon das Schreien kriegen.

Wie dem auch sei, beim Schach war ich bislang im Gegensatz zum Vorjahr prima dabei und führe insgesamt mit 1:0, ei ei ei! Gute Reime fallen mir nicht mehr ein, trotzdem noch fast drei Stunden Hahnlethargie, ach wie fein! Das frühes Losfahren aber trotzdem schlau war, da es direkt neben uns auf der Mittelspur krachte und dann kräftig staute, vollkommen klar! Ein Auto auf der Mittelspur plötzlich volle Kanne bremste, das dahinter nicht; beide heile blieben? Denkste! Nur knapp de Tod entronnen, können wir auch noch ein wenig draußen sonnen, wäre doch bloß schon mehr Zeit verronnen! Ryanair dir Räder aber erst zwei Stunden vor Abflug einchecken will, wir also noch sitzen neben ihnen und warten still.

16:05 es jetzt schon ist, die Zeit fliegt dahin, man sich zu langweilen fast vergisst Genug gedichtet, Frank studiert lokale Immobilienanzeigen und murmelt verdutzt, dass komplette Bauernhöfe hier weniger kosten als nette Wohnungen in Köln und ich lese noch eben mein Zug- und Reisebüchlein zu Ende, um mich dann ab heute Abend dem gerade noch gekauften Part II von Harry Potter widmen zu können. Nach „The Great Gatsby“ im letzten Jahr nicht gerade ein Sprung nach vorne im Anspruchssinne.

…so ungefähr 0:30:  In Hahn nicht (ganz) zu Tode gelangweilt, von Schweizer Flugloten nicht in den Tod gelotst, von italienischen Autofahrern noch nicht zu Tode gemangelt, hier sind wir am Vorabend der ersten Etappe im recht verschlafenen Pisa, wo es außer schiefen Türmen nicht viel zu geben scheint. In der von mir zuvor reservierten Jugendherberge schien sich eher wenig überraschend niemand so recht an meine Reservierung zu erinnern, statt einem Doppelzimmer für 21 Euro pro Nase landeten wir für 15 Euro in der Massenunterbringung. In unserem Falle ein außer von uns von niemandem bewohnten Fünferzimmer, einmal abgehen davon , dass gerade nach unser Rückkehr von einer Pizza im Schatten des schrägen Turms noch ein dann schon tief schlafender Typ in einem der drei vorher noch freien Betten lag. Aber bei netten 15 Euro die Nacht soll man nicht maulen, auch wenn ich von der Homepage noch vage so etwas wie das vollmundige Versprechen eines Frühstücks in Erinnerung habe, was wir uns aber wohl irgendwie selber organisieren müssen. Da es zu keiner Schachpartie am Abend mehr kam nehme ich die 1:0 Führung mit ins Bett, also genau dahin, wohin ich mich jetzt begebe.