| Stage 3 |
| Worms - Heidelberg |
| 46,8 Kilometer; 02:16:39 Stunden |
Tagebuch während der Tour geführt von: Bernt Pölling-Vocke ( bernty@gmx.com )

„Neun,
da wäre mir ja richtig übel. Sieben ist gut“, Herbert...
…am Abend beim „Festmahl“ im lokalen Pizza Hut, nachdem ich das achte Stück seiner Cheezy Crust verspeiste (wider besseren Willens) und somit mein neuntes Pizzastück vertilgte. Bei geschätzten 350 Kalorien pro Stick immerhin
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| Kein Traumwetter in Heidelberg: einziger Schnappschuss der verregneten Touristenmetropole. Reinfahren. Futtern. Rausfahren... |
stolze 3150
Kalorien (plus Salat), die heute wohl kaum über den Tag verteilt verbrannt
wurden (da war auch noch ein Buffet zum Frühstück…). Am Ende latzten wir
dann unverschämte 47 Euro für unser „Festmahl“ – Peck, lecker Pech, denn
wir wollten entweder zum Fressen zu Pizza Hut oder zum All-You-Can-Eat-Chinesen,
falls uns denn auf dem Weg zu Pizza Hut einer begegnen würde. Dies war
selbstredend nicht der Fall, dafür standen wir aber 47 Euro ärmer 50 Meter
hinter Pizza Hut in der Fußgängerzone schließlich vorm freundlichen
Chinamann, der ein Buffet für 6,95 pro Nase angeboten hätte. Man kann nicht
wissen, was man nicht weiß…
Aber
ob man das Geld nun der Chinamafia in den Rachen wirft und somit recht direkt
die ständige Gemüseschnippelei der vermuteten, halbnackten schlitzäugigen
Kinder im fensterlosen Kellerverlies unter der Küche unterstützt oder einen
amerikanischen Weltkonzern ist
auch
egal und gleichermaßen verwerflich. Für die moralisch korrekte Variante einer
typisch schwäbischen Kneipe entscheiden wir uns dann vielleicht morgen…
Unvergessen werden auch immer Herbert und meine Fressorgien bei diversen Pizza Hut Buffets in der Vergangenheit bleiben – verewigt dank Kassenbons mit Spielstand und Unterschrift (absoluter Rekord: 18 zu 18 Stücke). Auch Binsenweisheiten wie „Stück ist Stück“ oder „wer x kann, kann auch y“ verdanken wir diesen sportlichen Extrembelastungen, die sicherlich weder für unsere Mägen noch für unsere Statur von Vorteil gewesen sein dürften. Heute Abend galt zwar auch wieder, dass „wer acht kann, kann auch neun“, aber während Herbert anschließend wohl genährt durch den abendlichen Nieselregen zurück zur Jugendherberge latschte, merkte ich schon recht deutlich, dass „können“ und tatsächliches, reflektiertes „wollen“ zwei Paar Schuhe sind – und im Eifer des Mahles das tatsächliche „wollen“ vom wesentlich impulsiveren, unreflektierten „wollen“ verdrängt werden kann. 3150 Kalorien für mich, 700 weniger für Herbert… (Nachtrag: wahrscheinlich waren es sogar noch ein paar Kalorien mehr; wer mehr wissen möchte: Kalorienangaben für Cheezy-Crust-Pizzen von Pizza Hut unter: http://www.pizzahut.com/menu/nutritioninfo.asp).
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| Pausenfotos unterwegs: Wahnsinn meets Resignation... | |
Wirklich Mist war, dass a) Heidelberg ja eine schöne Stadt sein soll und wir b) dank Dauerregens davon nur wenig zu Gesicht bekamen – oder das, was wir sahen, nicht wirklich würdigten („ist ja nett, aber wo ist die Pizza?“). Gutes Campingwetter wäre auch löblich gewesen, da die Jugendherberge zu Heidelberg gleich 23,30 Euro pro Nase von uns
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| Soviel zum Thema Wetter in der Region: Radfahren, was sonst? |
für ein Sechserzimmer
nahm und uns dann noch einen muffeligen Knurrkopf zur Gesellschaft
einquartierte, der aber bestimmt auch nicht vor Freude an die Decke ging, als er
die Tür zu unserem Zimmer öffnete und mit dem Mief ziemlich verschwitzt-nasser
Regenklamotten
begrüßt wurde, die wir kreuz und quer zum Trocknen verteilt hatten.
Fortan werden Herbert und ich die Reise übrigens alleine fortsetzen, da es Frank heute zurück zur Arbeit nach Köln zog. Wirklich traurig schien er nicht, wünschte uns noch freundlich von nun an besseres Wetter und resümierte, dass er bei solch einem Wetter auch nur wenig Bock hätte, die Tour überhaupt fortzusetzen.