| Stage 7 |
| Barcelonette - St. Martin |
| 85,31 Kilometer; 05:05:34 Stunden |

Tagebuch während der Tour geführt von: Frank Schumacher (schumi14@web.de)
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Etappe
7: |
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Barcelonette
(1.150m) - St. Martin (1.050m.) |
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Kategorie: |
Bergetappe |
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Höhenmessung: |
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Länge: |
85,31 |
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rauf: |
2.084 |
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Zeit: |
05:05:34 |
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runter: |
2.166 |
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Speed: |
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Peak: |
2.240 |
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max: |
51 |
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Steigung
rauf / runter: |
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average: |
16,7 |
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max: |
13%
/ 13% |
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gefahrene
Pässe: |
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average: |
6% / 7% |
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Col
d'Allos |
2.214 |
1.084 |
17,5 |
6,19% |
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Col
de Champs |
2.087 |
847 |
12,5 |
6,78% |
Okay, wieder
mal einen interessanten und abwechslungsreichen Tag beendet. Positiv: Das Pensum
ist geschafft und ich sitze trocken und billig im Zielort. Negativ: die
Wetteraussichten und die Tatsache, dass mich nur das schlechte Wetter vom
Weiterfahren abgehalten hat. Ich hätte es wissen müssen, als ich gestern nach
einem Pass 
![]() |
| Dusche direkt am Bett: nett! |
schon mittags Schluß gemacht habe (bei blauem Himmel). So bin ich heute zwischen zwei Stühlen gelandet: Am Fuße des Cayolle bin ich noch 200hm nach Entraunes gefahren, dort hatte die einzige Herberge leider geschlossen. 500hm weiter wäre noch ein Ort gewesen, die nette Frau von der Herberge telefonierte auch gleich mit ihren höher gelegenen Kollegen. Leider war dort a) auch alles geschlossen und b) es sollte dort auch in Strömen regnen. Ein wenig genervt rollte ich die eben gewonnenen Höhenmeter wieder zurück Richtung Tal, wo es endlich ein offenes Hotel-Restaurant gab. Das Zimmer war lustig: Dusche direkt neben dem Bett, nur durch einen Vorhang getrennt. Aber es ist ganz lauschig, und preiswert obendrein.

Unterm Strich war aber auch dieser Tag ein voller Erfolg. Bärbel und Michael rollten wie vereinbart um 10 Uhr in Barcelonette ein, und den ganzen Weg zum Col d’Allos (schöne Landschaft, sehr angenehm zu fahren) erzählten wir von unseren Erlebnissen. Die zwei hatten auf dem Iseran +3°C gehabt (an dem Tag wo ich am Glandon tausend Tode gestorben war), sind aber in Jausiers wohl in einem echten Luxus-Palast untergekommen. Während wir erzählen schrauben wir uns langsam immer höher über das Tal, bis der Col d’Allos schließlich vor uns liegt.
Auf der
Abfahrt stoppen wir an der nächsten Skistation und haben lecker Spaghetti zum
Mittag, allerdings zeigen sich auch schon die ersten dunklen Wolken am Himmel.
Kurz vor Colmars erwischt mich dann ein erster kurzer Schauer, und auf dem
ganzen Weg zum Col de Champs flüchten wir vor den dunklen Wolken, die hinter
uns den Berg hinaufziehen. Vorne ist noch alles blitzeblau. Der Col de Champs
mutet übrigens wie ein vergessener Waldweg an, ist fast über die ganze Länge
im Grünen versteckt und hat durchweg eine knackige Steigung zu
bieten. Der letzte Kilometer führt dann durch eine unwirtliche
Landschaft
die Assoziationen mit einem riesigen Maulwurfshügel weckt. Noch im Wald setzt
allerdings der Regen ein, ein kurzer Halt, und weiter geht’s mit Überschuhen,
Beinlingen und Regenjacke, auf der Passhöhe kommen dann noch ein frisches Shirt,
Windbreaker und Armlinge dazu. Ich sehe aus wie ein Taucher. Das dazugehörige
Passfoto wird in aller Hast geschossen, hinter uns donnert es schon kräftig.
Wie durch ein Wunder kommen wir aber trocken unten an, im Tal ist auch wieder Hochsommer angesagt. Am Fuß des Passes wenden sich die Freiburger nach Süden, ich starte meinen ersten (vergeblichen) Anlauf auf den Cayolle, bevor ich wie erwähnt umkehren muss und jetzt in der Kneipe des Hotels sitze, inklusive strickender Hotelmami am Nebentisch und vier alten Säcken die eine Art französischen Skat spielen. Alles tréz francais! Jetzt werde ich noch gespannt die Wettervorhersage im TV verfolgen, kann mir aber vorstellen dass anhand der schnellen Wetterwechsel im Gebirge mit einer eindeutigen Aussage kaum zu rechnen ist….egal! Die letzten zwei Pässe fahre ich notfalls auch im Schneesturm, wäre nur schön, wenigstens vom Cime de la Bonette freie Sicht zu haben.