| Stage 6 |
| C. Izoard - Barcelonette |
| 82,58 Kilometer; 03:59:15 Stunden |

Tagebuch während der Tour geführt von: Frank Schumacher (schumi14@web.de)
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Etappe
6: |
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C.
Izoard (2.360m.) - Barcelonette (1.150m.) |
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Kategorie: |
Bergetappe |
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Höhenmessung: |
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Länge: |
82,58 |
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rauf: |
1.238 |
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Zeit: |
03:59:15 |
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runter: |
2.334 |
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Speed: |
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Peak: |
2.370 |
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max: |
65,6 |
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Steigung
rauf / runter: |
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average: |
20,7 |
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max: |
17%
/ 21% |
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gefahrene
Pässe: |
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average: |
7% / 7% |
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Col
de Vars |
2.109 |
1.109 |
19 |
5,84% |
Heute
war einer der Tage, die weniger vom Radfahren als vom Drumherum bestimmt werden.
Die sportliche Komponente erschöpfte sich im wesentlichen mit dem Anstieg am
Col de Vars, der am Anfang wirklich heftig, gegen Ende hin dann aber sehr leicht
war. Viel interessanter war da schon die morgige Abfahrt vom Izoard gegen neun
Uhr. Zunächst war ich ganz alleine auf der Passhöhe und es gelangen noch
einige schöne Fotos,
bevor
es dann Richtung Tal ging. Aber: So eine Abfahrt habe ich bis dahin noch nicht
erlebt, alle 500 Meter musste ich stehen bleiben und mir die Augen reiben, so
toll sah’s hier aus. Die Cassé Deserté, in der auch das Fausto-Coppi-Denkmal
liegt, in der aufgehenden Morgensonne – Wunderschön! Da verkraftet man auch
den auf dieser Seite nicht mehr ganz astreinen Straßenbelag. Nicht mehr ganz so
überwältigend, aber immer noch toll genug war die weitere Abfahrt durch den
Combe du Queyras, eine enge Felsschlucht.
Ab
Guillestre war dann Schluß mit lustig, wie schon erwähnt fordert einem der Col
de Vars auf den ersten Kilometern ähnliche Leistungen ab wie Alpe d’Huez. Im
zweiten Teil wird es deutlich flacher, dafür reiht sich hier ein hässliches
Skihotel ans nächste. Am Col selbst fällt mir ein Mottorad mit BM-Kennzeichen
auf, das zugehörige Ehepaar kommt aus Fliesteden! Schon sitze ich mit am Tisch,
bekomme eine
Cola ausgegeben („für die Mühe“), es werden Erfahrungen ausgetauscht. Die
beiden sind mit dem Zug nach Narbonne gefahren und von dort aus gestartet,
Endziel ist der Bodensee. Wir tauschen uns über die bisher gefahrenen Pässe
aus, die beiden waren schon auf dem Bonette und schwärmen davon. Klar, der
steht auch noch auf meiner Liste.
Doch
halt, Zwischenmeldung von den Freiburgern: Bärbel macht einen Ruhetag in
Jausiers gleich hinter dem Col de Vars, Michael klappert derweil Bonette und
Cayolle ab. Das hieße man könnte morgen den Allose und den Col de Champs
gemeinsam machen. Ich lasse nach kurzem Überlegen meine Passpläne für heute
fallen und rolle weiter bis nach Barcelonette, da mir Jausiers doch etwas tot
erscheint. Es bleibt auch noch genug Zeit um mir in der Fußgängerzone noch die
Laufräder richten zu lassen. Die Hotelsuche nimmt eine gewisse Zeit in
Anspruch, da ziemlich viel schon belegt ist. In einem Zwei-Sterne-Hotel wird mir
ein Zimmer für 67€ angeboten! Die
spinnen,
die Franzosen! Allerdings muss ich zugeben dass hier auch zum ersten Mal auf der
Tour richtig der Bär los ist, Reisegruppen überall, viele Radfahrer auch. Für
50€ komme ich schließlich in einem sehr einfachen Hotel unter, immerhin mit
Garage, in der auch schon viele Rennräder stehen. Den finanziellen Verlust
kompensiere ich durch Abendessen aus dem Supermarkt, McD hat es hier leider
keinen. Witzige Szene: Vor mir laufen zwei lange, dünne Typen mit Sonnenbrillen
und Latschen durch den Supermarkt (wie ich), suchen sich draußen eine Bank (wie
ich) und landen schließlich mit den gekauften Köstlichkeiten am örtlichen
Boule-Platz (wie ich). Schnell stellt sich raus dass die beiden holländische
Radrennfahrer sind, die mit ihrer 20-Mann-Gruppe ebenfalls in meinem Hotel
untergekommen sind. Zufälle gibt’s…
Jedenfalls vergeht eine lustige halbe Stunde mit abwechselndem Mampfen und englischer Kommentierung der Boule-Partie vor unseren Nasen. Wir alle verstehen von Boule ungefähr gleich viel, nämlich gar nix. Es scheint sich den Mienen der Beteiligten nach allerdings um eine todernste Angelegenheit zu handeln. Zwischendurch Telefonat mit Micha, wir verabreden uns für morgen für den Sturm auf den Allos.
