| Stage 3 |
| Celliers - Bourg d'Oisans |
| 91,64 Kilometer; 05:10:10 Stunden |

Tagebuch während der Tour geführt von: Frank Schumacher (schumi14@web.de)
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Etappe
3: |
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Celliers
(1.288m.) - Bourg d'Oisans (750m.) |
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Kategorie: |
Bergetappe |
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Höhenmessung: |
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Länge: |
91,64 |
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rauf: |
2.311 |
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Zeit: |
05:10:10 |
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runter: |
2.858 |
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Speed: |
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Peak: |
1.995 |
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max: |
66,8 |
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Steigung
rauf / runter: |
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average: |
17,7 |
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max: |
16%
/ 16% |
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gefahrene
Pässe: |
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average: |
7% / 8% |
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Col
de la Madeleine |
1.993 |
1.582 |
27,5 |
5,75% |
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Col
du Glandon |
1.924 |
1.483 |
22 |
6,74% |
On the
road again! Hab’s heute morgen schon um viertel vor neun auf die Piste
geschafft, so war der Madeleine um halb zwölf schon Geschichte. Die restliche
Auffahrt hatte es noch ganz schön in sich und ließ einen kaum zu einem vernünftigen
Rhythmus finden. Hinter Celliers ging’s gleich steil zur Sache (das hätte ich
gestern
im Leben nicht mehr geschafft!), dann kamen ein paar flache Kilometer, zum Schluß
dann richtig alpines Gebiet mit drei, vier Kehren am Stück. Aber aufgrund der
Steigungsdiagramme war ich ja vorgewarnt und teilte mir meine Kräfte gut ein.
Oben gab’s dann erst mal zur Belohnung ne Cola und anschließend warme
Klamotten für die Abfahrt. Die war dann auch entsprechend grandios, die ganze
Straße war noch vollgepinselt mit Aufschriften von der Tour, die ja ein paar
Wochen vorher in entgegengesetzter Richtung hier durchkam – viel Magenta, aber
auch viel „FUCK USA“ oder „Armstrong = Doping“. Das müssen ausgerechnet
die Franzmänner (siehe Virenque) sagen…
Mittlerweile
auf gut 1.200 Metern nach einem Drittel Col du Glandon mache ich Mittagspause,
das Frühstück war mal wieder Quatsch mit Soße (=aufgewärmtes Baguette mit
Marmelade). Hier gibt es dagegen lecker Kartoffelauflauf, eine ganze Schüssel
voll. Wäre schön wenn ich was früher in Bourg d’Oisans einfahre,
vielleicht gibt’s ja nen Mäckes.
Nach dem Glandon werde ich wohl noch den Croix de la Fer mitnehmen, die Rückfahrt ins Tal der Arc hingegen entfällt wohl und damit auch der Telegraph. Das heute zum erste Mal schlechte Wetter (gerade schützt mich nur der Sonnenschirm vor nassem Kartoffelauflauf) treibt mich eher Richtung Süden.
2. Eintrag
Die
Schlagzeile des Tages müsste wohl lauten „Langsamer Kellner rettet Radfahrer
vor Regen“. Ich habe nicht mehr auf die Uhr geschaut, aber das Mittagessen hat
mich locker 90 Minuten gekostet, inklusive kräftigem Touribeschiss (Menu
kostete laut erster Karte 8,50 Euro, dann wollte der Fatke plötzlich 10 haben
und präsentierte auch flugs eine Karte wo dann 10 Euro draufstanden. Wat
willste maache…?). Immerhin war’s trocken, mehrere Kollegen auf der Landstraße
kamen da nicht so glimpflich davon.
Urplötzlich
war der Regen dann aber auch weg, geblieben waren dafür aber ein fieser
Gegenwind und eine wirklich mächtige zweite Hälfte des Col du Glandon, die mir
die letzten Körner zog. Die letzten drei Kilometer waren Qual pur, die Straße
wurde gegen Ende hin immer steiler und hatte in der Spitze sicherlich
zweistellige Prozente zu bieten. Oben hielt ich mich angesichts dräuender
Wolken nur kurz zum Passfoto und zum Umziehen auf, auch den Croix de la fer ließ
ich links liegen, auf 2,5 Kilometer Umweg hatte ich irgendwie keine Lust mehr.
Die Abfahrt war auch nicht das reinste Zuckerschlecken….wie bekannt kamen ja
noch zwei recht mächtige Gegenanstiege, und hey, wenn ich eins hasse dann sind
das Gegenanstiege auf Abfahrten! Die Beine sind kalt, man ist viel zu warm
angezogen und muss sich wieder 100hm nach oben kämpfen. Mit dieser Abfahrt ist
auch die Idee gestorben morgen nach Alpe d’Huez dieselbe Strecke wieder zurück
und über den Croix de la fer abzufahren – die Strecke gibt eine zweimalige
Befahrung meines Erachtens nicht her. Dann lieber später noch ein, zwei Pässe
in den Seealpen mitnehmen….oder nen Strandtag einschieben!
Bourg d’Oisans steht übrigens ganz im Zeichen der Tour, überall Fotos, Plakate etc. Damit einher geht bei den Hotels aber ein äußerst ungesundes Verhältnis zwischen Preisen und Leistung: 49 Euro ohne Frühstück für ein bestenfalls mittelmäßiges Zimmer muss ich berappen…aber billiger gibt’s nur absolute Bruchbuden. Dafür soll’s morgen für acht Euro ein leckeres Frühstücksbuffet geben – warten wir’s ab! Jedenfalls steigt ja morgen dann – so Lance will - mit Alpe d’Huez und Galibier die Königsetappe der Saison!