Stage 1
Genf - Notre Dame de Bellecombe
83,26 Kilometer;  04:15:52 Stunden

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Tagebuch während der Tour geführt von: Frank Schumacher (schumi14@web.de)  

Etappe 1:

 

 

 

 

Genf (376m.) - N.D. de Bellecombe (1.142m.)

 

 

 

 

Kategorie:

Bergankunft

 

Höhenmessung:

 

Länge:

83,26

 

rauf:

1.639

Zeit:

04:15:52

 

runter:

888

Speed:

 

 

Peak:

1.474

max:

54,5

 

Steigung rauf / runter:

 

average:

19,5

 

max:

11% / 11%

gefahrene Pässe:

 

 

average:

5% / 6%

Col des Aravis

1.486

631

10,5

6,01%

Hallo Sportsfreunde ! Ein schöner Tag, es ist so um ein Uhr rum, die Sonne scheint bei 29 Grad, und ich sitze vor einem Radladen ca. 30 Kilometer hinter Genf auf dem Boden. Was ist passiert?

 

Der Tag fing spitze an, keine Frage. Pünktlich aufgestanden, in einem Rutsch zum Flieger und nur kleinere Probleme beim Einchecken (hatte einen Schraubenschlüssel im Handgepäck, das wollte die WTC-traumatisierte Security in Köln-Bonn nicht durchgehen lassen. Hallo? Flugzeug in der Luft auseinanderschrauben oder was?). Aber gut , Paranoia muss sein! Der Flug selbst war angenehm, wobei bei der Landung noch Nebel über Genf noch dichter Nebel herrschte. Das bescherte uns ein paar Extrarunden über den See mit wunderschöner Fernsicht auf den Mont Blanc. Bei der Gepäckannahme auch alles in Butter, das Rad war okay und die ersten Kilometer liefen auch wunderbar, in der Innenstadt von Genf brachte mich ein anderer Radfahrer gleich auf den richtigen Kurs. Doch dann….

…wollte ich meine Reifen an einer Tanke mit Pressluft auf Solldruck bringen. Sollte normalerweise 30 Cent kosten, war aber für Radfahrer umsonst! Nett! Gar nicht nett waren dann zwei Minuten später zwei geplatzte Schläuche zu meinen Füßen, und das obwohl der Druckmesser des Geräts nicht mal in die Nähe von acht bar gekommen war. Ärgerlich, das Ganze, aber wofür hat man zwei Ersatzschläuche dabei? Flugs montiert und aufgepumpt, (diesmal per Handpumpe!), erstmal vorne, wunderbar, kein Thema, dann hinten….HALT!....NEIN!....DREI SCHLÄUCHE GEPLATZT??? Mit einer HANDPUMPE???

Nach genauem Hinsehen wüste Flüche meinerseits, teilweise auf mich selbst, aber auch auf den Verkäufer der neuen Laufräder: Es war kein Felgenband drin! AAARGH!!! Zu flicken war da nicht mehr viel, die Schläuche hatten sich in die Ausbohrungen der Speichen verirrt, mit dem Ergebnis: Riesenlöcher! Und so sitze ich hier jetzt vor dem (wohl einzigen) Radladen des Dorfes und hoffe, das wirklich wie angekündigt um zwei geöffnet wird. Das ist ja bei den Franzosen Ende August auch noch so eine Sache! Die heutige Etappe kann ich aber wohl abschreiben, kaum zu glauben dass ich nach zwei Uhr noch zwei vollständige Passüberfahrten schaffe.

 

2. Eintrag

Liebes Tagebuch: Manche Tage fangen schön an, werden dann richtig scheiße, bekommen aber gegen Ende doch noch den Dreh. Erstens machte der Laden doch noch um fünf nach zwei auf, zweitens war ich um viertel

 vor drei wieder auf der Piste (mit Felgenband + drei neuen Schläuchen), und drittens habe ich direkt hinter La Clusaz noch zwei andere Radler aus Deutschland: Die Freiburger Bärbel und Micha hatte ich kurioserweise weiter unten noch mit einem korrekten „Bonjour“ begrüßt, erst auf dem Col des Aravis stellt sich raus das man eine gemeinsame Sprache spricht. Und das Beste: Nicht nur heute und morgen haben wir dieselbe Route, auch das Ziel ist das Gleiche: Nizza, nächste Woche Sonntag. Ich hänge mich an die beiden dran, es folgt die gemeinsame Hotelsuche nach 1/3 des Col de Saisies, und zum Abendessen gibt’s Tagliatelle + wunderschöne Aussicht im benachbarten Restaurant. Das Leben ist wieder schön! Das ich den „Saisies“ heute nicht mehr geschafft habe ist mir völlig schnurz! Puffer habe ich ja genug, und 1.600 hm am ersten Tag (verbunden mit Aufstehen um vier Uhr morgens) ist auch nicht übel.